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E i n Handwerk sollte zehn Rentner überzehren.
Neue Schuhe und neue Beamten liegen härter an als die alten.
Mit einem Handwerk kommt man weiter als mit tausend Gulden.
Wer einen Gesellen bei sich hat, der hat auch einen Meister bei sich.
Wer vor dem Richter weint, verliert seine Zähren.
Müller und Bäcker stehlen nicht, man bringt's ihnen.
Der Bettler schlägt kein Almosen, der Hund keine Bratwurst, der Krämer keine Lüge aus.
Es sind nicht alle Jäger, die das Horn gut blasen.
Handwerk hat goldenen Boden.
Amtleute geben dem Herrn ein Ei, und nehmen den Untertanen zwei.
Man darf dem Gerber das Leder nicht stehlen, um den Armen Schuhe daraus zu machen.
Wer's mit dem Pförtner hält, findet bald Einlaß.
Es ist kein Meister so gut, er findet einen über sich.
Es ist ein schlechter Arbeitsmann, der nicht vom Handwerk reden kann.
Man soll die Ämter mit Leuten, nicht die Leute mit Ämtern versehen.
Es sind nicht alle Huren, die einem Manne zu Willen sind.
Wie der Hirt, so die Herde.
Wer ein Amt bekommt, bleibt nicht, wie er ist, Lung und Leber kehren sich um.
Man schimpft den Gerber nicht, so man ihn schäbigen Kerl nennt.
Ein böser Geselle führt den anderen zur Hölle.
Wie der Meister, so das Werk.
Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.
Der Mensch ist eher geboren als der Amtmann.
Wer ein Schreiner werden will, muss auch harte Bretter bohren lernen.
Den Bauern erkennt man an der Gabel, den Advokaten am Schnabel.
Wer ein Amt bekommt, bleibt nicht wie er ist. Lung' und Leber kehren sich um.
Wenn die Buben Soldaten spielen, so gibt's Krieg.
Wenn Unfried ist in aller Welt, gilt der Soldat das meiste Geld.
Gibst du mir Geld, spricht der Schuster, so geb ich dir Schuh.
Geh lieber zum Schmied als zum Schmiedchen.
Müllers Henn und Witwers Magd hat selten Hungersnot geklagt.
Wie's auf die Mühle kommt, so wird's gemahlen.
Mühl ohne Gang, Glock ohne Klang, Hand ohne Gaben, Schul ohne Knaben, will niemand haben.
Kundschaft verderbt manchen Mann.
Es pflegt nicht leicht ein Krämer einen Markt zu versäumen.
Geh hin und werd ein Krämer, sagt der Henker zu seinem Knecht.
Geht der Handel nicht so, wie d u willst, so geh, wie e r will.
Des Hirten Not, der Schafe Tod.
Handel und Wandel leidet keine Freundschaft.
Weil die Obrigkeiten in der Schrift Götter heißen, so meint jeder Amtmann, er wär' ein Ölgötz