
Ja! Ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist. Es ist ganz, was es ist, und darum ist es so schön. Der Zwang des Gesetzes und des Schicksals betastet es nicht; im Kind ist Freiheit allein. In ihm ist Frieden; es ist noch mit sich selber nicht zerfallen. Reichtum ist in ihm; es kennt sein Herz, die Dürftigkeit des Lebens nicht. Es ist unsterblich, denn es weiß vom Tode nichts.
Über Johann Christian Friedrich Hölderlin
Über den Autor
Deutsch · 1770 - 1843
Friedrich Hölderlin (1770–1843) war ein deutscher Lyriker, dessen Werk sich weder der Weimarer Klassik noch der Romantik zuordnen lässt.
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Geboren in Lauffen am Neckar, verbrachte Hölderlin seine letzten 36 Lebensjahre in geistiger Umnachtung in einem Tübinger Turmzimmer am Neckar. In dieser Zeit entstanden dennoch weiterhin Gedichte, die er mit dem Pseudonym „Scardanelli" unterzeichnete.
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— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Wir sind nichts; was wir suchen ist alles.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
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Hast du einen Menschen gern, musst du ihn verstehen und nicht hier und da und dort nur nach seinen Fehlern sehen. Scha …
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