Sprüche über Abneigung
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Abneigung ist jene innere Distanz, die sich oft lange vor einem klaren Urteil bemerkbar macht. Sie entspringt Erfahrung, Instinkt oder stiller Ablehnung und zeigt, dass nicht jede Nähe erzwungen werden kann. Gerade in dieser Mischung aus Gefühl und Urteil liegt die eigentümliche Schärfe des Themas.
Ein Unkraut ist nichts anderes als eine ungeliebte Blume.
— Ella Wheeler Wilcox
Alle Lebewesen erscheinen mir gleich unglücklich, vom Engel bis zur Auster. Das Übel ist, geboren zu sein.
— Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)
Ein Lehrer ohne Freudigkeit ist eine Uhr ohne Feder
— Friedrich Polack
Ich hege keine Achtung für die Leidenschaft der Gleichheit, die mir nur eine Idealisierung des Neides erscheint.
— Oliver Wendell Holmes
Unsere Fehler bringen uns nicht so sehr ins Verderben, wie unser Widerstreben, sie zu verbessern, wenn wir sie entdeckt haben.
— James Hudson Taylor
Zeitvertreib ist etwas Abscheuliches. Man verscheucht dabei das, was man am dringendsten braucht.
— Frederico Garcia Lorca
Eine unerschöpfliche Quelle menschlichen Vergnügens ist das menschliche Missvergnügen.
— Otto Weiss
Sehr scharf wird da und dort das Strebertum verurteilt, zumal von Strebern.
— Otto Weiss
Es wandeln viele auf verbotenen Wegen und schämen sich, wenn sie einander begegnen.
— Otto Weiss
Worte können ihren Sinn sehr ändern – durch das Übelwollen derer, die sie anhören!
— Otto Weiss
Dass es Unglück in dieser Welt geben muss, sehen wir ein. Wir sehen nur nicht ein, warum das Unglück gerade uns treffen soll
— Otto Weiss
Aus der Unsitte, die Blutsverwandte räumlich zusammen leben lässt, entspringt oft unabsehbarer Schaden.
— Prentice Mulford
Man schilt die Zeit schlecht, weil man nicht die erforderliche Stärke für die Aufgaben besitzt, die sie stellt.
— Richard Rothe
Man verscheucht mit Rauch die Fliegen, mit Verdrießlichkeit wohl den Mann
— Adelbert von Chamisso
Es ist unerträglich, diejenigen hochzuschätzen, die es nicht verdienen
— Christina I. von Schweden
Das Streben nach Vollkommenheit macht manchen Menschen vollkommen unerträglich.
— Gottfried August Bürger
Eine Frau von innerer Güte ist immer liebenswürdig befunden worden, und eine, die noch nach drei Tagen hässlich gefunden wird, ist gewiß nicht liebenswürdig
— Ludwig Börne
Der Hass ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihn im vollsten Maß gegen die, welche verachten.
— Georg Büchner
Hunde, die jedermanns Gesellen sind, hat man nicht gern.
Wer nicht Hundslauch riechen kann, soll auch kein Wildbret essen.