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Sprüche über Absicht

115 Sprüche — Seite 4

Hinter jeder Handlung steht mehr als das bloß Sichtbare, denn oft entscheidet die Absicht über ihren eigentlichen moralischen Charakter. Sie zeigt, worauf etwas zielt, was gemeint ist und ob das Äußere mit dem Inneren übereinstimmt. Deshalb gehört dieses Thema zu den feineren Fragen von Wahrheit und Verantwortung.

Ihr Gewicht liegt darin, dass gute Wirkung nicht jede fragwürdige Absicht heiligt und umgekehrt ein misslungener Ausgang nicht automatisch Bosheit beweist. Absicht fordert dazu auf, tiefer zu urteilen als nach dem ersten Anschein.

  1. Jemand kann solche Furcht haben, sich lächerlich zu machen, dass er sich lächerlich macht.

    Otto Weiss

  2. Der Lügner wird von den Leuten oft getäuscht; denn oft stellen sie sich, als glaubten sie ihm.

    Otto Weiss

  3. Wer hätt' es nicht schon auf der Straße gesehn, wie eine Frau einem Mann, der hinter ihr ging, langsam nachlief!

    Otto Weiss

  4. Es ist unmöglich, jemand zu sein, wenn man alles sein will.

    Solomon Schechter

  5. Das, was wir tun, ist für unsere Zukunft weniger wichtig als das, was wir denken

    Philip James Bailey

  6. Wir sind, was wir müssen, und nicht, was wir wünschen.

    George Meredith

  7. Wer um alle Dinge sorgen will, den erwartet Leides viel.

    Bernhard Freidank

  8. Die Leichtigkeit, womit irgend jemand eine Gemeinheit bei anderen für wahrscheinlich hält, ist meistens auch der beste Maßstab für seinen eigenen moralischen Wert.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  9. Gute Eisen macht man nicht zu Nägeln, gute Menschen nicht zu Soldaten

  10. Ein Mann kann oft versagen, aber er wird erst zum Versager, wenn er beginnt, andere dafür verantwortlich zu machen.

    John Burroughs

  11. Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt: Treue um Treue, Vertrauen um Vertrauen.

    Paul von Beneckendorff und Hindenburg

  12. Freundschaft ist eine Kraft in uns und hat wie jede Liebe den Sinn, dass sie Leben schaffe.

    Sebastian Faber

  13. Es ist unerhört schwer, neue Wege wirklich zu gehen, nicht bloß neue Gedanken auszusprechen.

    Heinrich Lhotzky

  14. Wer statt der Wahrheit die Bequemlichkeit für sein Leben hält und dieses Leben sucht, der wird's verlieren, wem's aber auf sein Lebern nicht ankommt, sondern nur auf seine Wahrheit, der wird's finden.

    Heinrich Lhotzky

  15. Es ist um kein einziges Leben schade, auch kein einziges ist verloren, das im Kampfe gegen das Böse eingesetzt wurde.

    Heinrich Lhotzky

  16. Ein zäher Wille ist eines der besten Mittel zum Erfolg

    Philip Chesterfield

  17. Ließen wir von dem Versuch ab, glücklich sein zu wollen, könnten wir eine recht schöne Zeit verbringen.

    Edith Wharton

  18. Freilich bleiben nicht alle Blüten, um Früchte zu werden. Wenn aber nur der Baum stehen bleibt, so ist die Hoffnung nicht verloren.

    Katharina Elisabeth Goethe

  19. In der Natur ist nichts überflüssig, alles ist für etwas vorgesehen.

    Jane C. Webb Loudon

  20. Die Hauptaufgabe eines Gartens ist es, seinem Besucher die schönste und höchste Art des irdischen Vergnügens zu bereiten.

    Gertrude Jekyll