Sprüche über Alter
610 Sprüche — Seite 20
Mit den Jahren verändert sich nicht nur das Gesicht eines Menschen, sondern auch sein Blick auf Zeit, Verlust, Nähe und Bedeutung. Alter ist weit mehr als eine Zahl, denn in ihm sammeln sich Erfahrung, Ernüchterung, Gelassenheit und neue Formen von Freiheit. Gerade dadurch wird dieses Thema zugleich ernst und reich.
Nicht nur Abschied, sondern auch Klärung gehört zu seinem Wesen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie das Alter Maßstäbe verschiebt, Eitles verblassen lässt und den Wert des Wesentlichen deutlicher hervortreten lässt als in den unruhigeren Jahren des Anfangs.
Der junge Mensch rechnet auf die Hilfe seines Vaters, der alte auf die seiner Kinder.
Wer in der Jugend spart, der darbt im Alter nicht.
— Christian Fürchtegott Gellert
Alte Leute sind zweimal Kinder.
Die Alten ehre stets, du bleibst nicht ewig Kind, sie waren, was du bist, und du wirst, was sie sind.
Die größte Kulturleistung eines Volkes sind die zufriedenen Alten
Die Alten müssen die Jungen lehren.
Die Nerven - ach du lieber Gott! Die Leber wird zum Kinderspott, die Leber und der Magen; doch würd auch alles weh und wund, eh bien, bleibt nur das Herz gesund, so wollen wir's ertragen.
— Theodor Fontane
Zu Deinem Geburtstag ein kurzes Gedicht: Du bist ein Jahr älter - ich bin's noch nicht!
Wenn du einmal so alt und weise im Lehnstuhl sitzt in stillem Glück, so denkst du dann vielleicht ganz leise an die liebe .............. zurück.
Die Jugend ist die Zeit der Saat, das Alter erntet Früchte, wer jung nicht, was er sollte, tat, dem geht die Ernte zunichte.
Wenn die Kinderschuhe zerbrochen sind, legt man Stiefel an.
Alte Böcke - steife Hörner.
Die Geiß kriegt früh einen Bart.
Alte Geiß leckt auch gern Salz.
Alte Krähen sind schwer zu fangen.
Die Begeisterung ist das tägliche Brot der Jugend, die Skepsis ist der tägliche Wein des Alters.
— Pearl S. Buck
Nicht immer am besten erfahren ist, wer am ältesten an Jahren ist - und wer am meisten gelitten hat, nicht immer die besten Sitten hat!
— Friedrich von Bodenstedt
Man darf nur alt werden, um milder zu sein; ich sehe keinen Fehler begehen, den ich nicht auch begangen hätte.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Leben wird gegen Abend, wie die Träume gegen Morgen, immer klarer.
— Karl Julius Weber
Nicht die Alten sterben, sondern die Müßigen.