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Sprüche über Bildung

28 Sprüche — Seite 6

Bildung meint mehr als das Ansammeln von Wissen — sie ist die Fähigkeit, das Gelernte einzuordnen, zu beurteilen und im Leben nutzbar zu machen. Sie schärft das Urteil, weitet den Horizont und verleiht dem Denken jene Unabhängigkeit, die bloße Information nicht geben kann. Darum gehört dieses Thema zu den tiefsten Grundlagen menschlicher Entwicklung.

Ihre Würde liegt nicht in Titeln oder Abschlüssen, sondern in der inneren Haltung, die Lernen ermöglicht. Bildung ist kein Ziel, das man erreicht und ablegt, sondern ein lebenslanger Prozess, der Neugier, Offenheit und die Bereitschaft verlangt, auch Gewohntes zu hinterfragen.

  1. Ich lege Dir in die Schultüte einen Radiergummi, denk daran, du kannst immer wieder neu anfangen.

  2. Ein gutes Buch ist mir ein wahrer Schatz - in Nöten dient es als Versatz.

    Johann Christoph Friedrich Haug

  3. Bücher sind eine moderne Gattung historischer Wesen, aber eine höchst bedeutende. Sie sind vielleicht an die Stelle der Traditionen getreten.

    Novalis

  4. Ein Buch, das man stützt, ist ein Buch, das sinkt.

    Antoine de Rivarol

  5. Viele Werke der Alten sind Fragmente geworden. Viele Werke der Neueren sind es gleich bei der Entstehung.

    Friedrich von Schlegel

  6. Eigentlich lernen wir nur von Büchern, die wir nicht beurteilen können. Der Autor eines Buches, das wir beurteilen können, müsste von uns lernen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Man lese ein Buch, und lasse es auf sich einwirken, gebe sich dieser Einwirkung hin, so wird man zum richtigen Urteil darüber kommen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Keine Leserei erfordert eine so strenge Diät, als das Lesen abgerissener, hingestreuter Gedanken.

    Johann Gottfried Herder

  9. Auch die gelesene Wahrheit muss man hinterher erst selber erfinden.

    Jean Paul

  10. Wer aus den Büchern nicht mehr lernt, als was in den Büchern steht, der hat die Bücher nicht halb benutzt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  11. Ein anspruchsvolles Buch will im Zusammenhang gelesen werden.

    Friedrich Rückert

  12. Die höchste Weisheit ist es, nicht stets weise zu sein.

    Martin Opitz

  13. Die einzige Grenze für unser Wissen bildet das Nichtwissen.

    Rudolf Virchow

  14. Auf dem Felde menschlicher Entdeckungen ist das Auffinden des Prinzips das Wesentliche, indem sich daraus alle weiteren Vervollkommnungen nur als natürliche Fortbildungen ergeben.

    Rudolf Virchow

  15. Die Schwerkraft des Geistes lässt uns nach oben fallen

    Simone Weil

  16. Des Genius Bruder ist der Fleiß.

    Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein

  17. Alle Weisheit ist langsam.

    Christian Morgenstern

  18. Die Literatur gibt der Seele Nahrung. Sie bessert und tröstet sie.

    Voltaire

  19. Alles Wissen ist Erinnerung.

    Thomas Hobbes

  20. Keine Ermüdung ist größer als die des Geistes.

    Francesco Petrarca