Sprüche über Ewigkeit
227 Sprüche — Seite 2
Wo menschliche Zeit an ihre Grenze stößt, beginnt die Vorstellung von Ewigkeit. In diesem Begriff verdichten sich religiöse Hoffnung, philosophisches Staunen und die Ahnung, dass nicht alles Wirkliche im Vergehen aufgeht. Deshalb gehört dieses Thema zu den großen Fragen zwischen Glaube, Endlichkeit und Sehnsucht.
Was sie so schwer fassbar macht, ist ihre Entzogenheit vom gewöhnlichen Maß des Lebens. Ewigkeit verweist auf Dauer ohne Ende und gibt vielen Gedanken über Sinn, Tod und Transzendenz ihren besonderen Ernst.
Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.
— Rainer Maria Rilke
Wahre Kunst bleibt unvergänglich
— Ludwig van Beethoven
Gold- und Silberschulden lassen sich abtragen im Leben, Liebesschulden nimmt man mit ins Grab.
Es gibt nur ein Schwert, das niemals rostet: die Zunge einer Frau.
Man stirbt nur einmal, und dann für sehr lange Zeit
— Jean-Baptiste Molière
Das Leben ist ein Geschenk, das wir verdienen, indem wir es hingeben
— Rabindranath Tagore
Was dir auch zustößt, es war dir von Ewigkeit her vorbestimmt.
— Mark Aurel
Hoffnung ist scheinbar endlos wie der Ozean, doch jeder Ozean endet irgendwann an einer Küste.
Wer ehrlich hat gelebt und selig ist gestorben, hat einen Himmel hier und einen dort erworben.
— Friedrich von Logau
Das Fließen des Wassers und die Wege der Liebe haben sich seit Göttergedenken nicht geändert
Der Frühling ist eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.
— Henry David Thoreau
Sei unbekümmert um die Zukunft - es gibt keine. Wenn du in jeder Minute rein und voll und ohne Langeweile lebst, so gibt es nur eine gegenwärtige Ewigkeit.
— Clemens Brentano
Wer einen Tag vollendet hat in irgendeinem Tagewerk, der hat einen Acker bestellt für die Ewigkeit
— Gottfried Keller
Nichts ist "ewig", weder in der Natur noch im Menschenleben, ewig ist nur der Wechsel, die Veränderung.
— August Bebel
Die Ewigkeit gleicht einem Rad, das weder Anfang noch Ende hat.
— Hildegard von Bingen
Was dem Verstande endlich, ist nichtig dem Herzen.
— Ludwig Andreas Feuerbach
Bereite dich auf den Tod vor, das will besagen: bereite dich auf die Freiheit vor.
Die Natur scheint es weise eingerichtet zu haben, dass die Torheiten der Menschen schnell vorübergehen; doch die Bücher verewigen diese.
— Michel de Montaigne
Das ganze Leben wird dem Glücklichen zu kurz. Dem Leidenden nimmt eine Nacht kein Ende.
— Max Jacob
Unsere Toten sind nicht abwesend sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer.
— Augustinus