290 Sprüche — Seite 10
In kaum einem anderen Raum verdichten sich Nähe, Herkunft, Pflicht, Liebe und Konflikt so stark wie in der Familie. Hier werden Menschen geprägt, getragen, enttäuscht und geborgen, oft ein Leben lang. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten und widersprüchlichsten Erfahrungen menschlicher Verbundenheit.
Ihr Wert liegt nicht in Vollkommenheit, sondern in Verlässlichkeit, Zusammenhalt und gelebter Verantwortung. Familie bleibt für viele der erste Ort von Zugehörigkeit und der Maßstab, an dem Nähe, Vertrauen und Erinnerung ihre besondere Form gewinnen.
Als Gott am sechsten Schöpfungstag alles ansah, was er gemacht hatte, war zwar alles gut, aber dafür war auch die Familie noch nicht da.
— Kurt Tucholsky
Wenn du keinen alten Menschen zu Hause hast, so leih dir einen.
Verwandte sind selten mehr als Bekannte.
— August von Kotzebue
Wie Unglück bringend, liebe Mutter, ist Feindschaft zwischen Brüdern, und wie schwer hält die Versöhnung.
— Friedrich von Schiller
Demokratie haben wir erst, wenn in jeder Familie abgestimmt wird, wer die Mutter ist.
— Willy Brandt
Kein Mann ist so dumm, den Krieg herbeizuwünschen und nicht den Frieden; denn im Frieden tragen die Söhne ihre Väter zu Grabe und im Krieg die Väter ihre Söhne.
— Herodot von Halikarnassos
Die Familie ist das Vaterland des Herzens.
— Giuseppe Mazzini
Die Mutter trägt im Leibe, das Kind drei Vierteljahr; die Mutter trägt auf Armen das Kind, weil's schwach noch war; die Mutter trägt im Herzen die Kinder immerdar.
— Friedrich von Logau
Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien über Kindererziehung. Jetzt habe ich sechs Kinder und keine Theorie.
— John Wilmot, Earl of Rochester
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
— Antoine de Saint-Exupéry
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Ich bin meiner Mutter nicht an den Zehen gewachsen.
Wenn man alle Treue, Liebe, Huld und Zärtlichkeit der Eltern, Kinder, Ehegatten, Verwandten, Freunde und all derer, die einander Gutes tun, zusammengießen könnte, so wäre es kein Tröpflein gegen das M …
— Johann Albrecht Bengel
Draussen hat man hundert Augen, daheim kaum eins.
Ganz aufgehen in der Familie heißt, ganz untergehen
— Marie von Ebner-Eschenbach
Es ist leicht, weit entfernte Menschen zu lieben. Es ist aber nicht immer leicht, diejenigen zu lieben, die gleich neben uns wohnen.
— Mutter Theresa
Fleissige Mutter hat faule Töchter.
Ein Baby ist der Mutter Anker; weiter als das Ankertau kann sie nicht kreisen.
In der Familie sei sparsam, doch Gästen gib reichlich.
Die wichtigste Schraube im Familienleben ist - die Liebe, die sexuelle Neigung, die Einheit des Fleisches, alles andere ist unzuverlässig und langweilig, so klug wir uns das auch immer ausrechne …
— Anton Tschechow