690 Sprüche — Seite 24
Nur wenige Bindungen tragen so still und verlässlich durch das Leben wie echte Freundschaft. Sie beruht nicht auf Pflicht oder Vorteil, sondern auf Vertrauen, Nähe und der seltenen Erfahrung, ohne Verstellung verstanden zu werden. Darum gilt sie seit jeher als eine der kostbarsten Formen menschlicher Verbundenheit.
Ihr eigentlicher Wert zeigt sich meist nicht in großen Worten, sondern in Beständigkeit, Zuspruch und gemeinsam getragener Zeit. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene Treue in Sprache, die in schweren Stunden hält, im Glück mitfreut und dem Leben Wärme ohne Forderung schenkt.
Will ein Freund borgen vertröst ihn nicht auf morgen
Eine gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft
— Friedrich Nietzsche
Mit vielen lässt sich schmausen, mit wenig lässt sich hausen
— Johann Wolfgang von Goethe
Wahre Freunde sind eine sichere Zuflucht.
— Aristoteles
Und wenn ein Freund dich kränkte, verzeih's ihm und versteh: es ist ihm selbst nicht wohl dabei, sonst tät er dir nicht weh.
— Friedrich Rückert
Freunde sind gut, vorausgesetzt, dass man sie nicht nötig hat.
— Alexander Roda Roda
Ein Leben ohne Freunde ist wie eine weite Reise ohne Wirtshaus.
— Jean de la Bruyère
Ein Freund ist ein Geschenk, das man sich selber macht.
— Robert Louis Stevenson
Ein kluges Weib macht ihren Freund auch zum Freund ihres Mannes
— Karl Julius Weber
Reiß nie das Band der Freundschaft im Streit zu schnell entzwei; wird es auch neu gebunden, ein Knoten bleibt dabei.
"Tages Arbeit, abends Gäste! Saure Wochen, frohe Feste! Sei dein künftig Zauberwort"
— Johann Wolfgang von Goethe
Freunde sind wie Rotwein. Je älter sie werden, um so besser und wertvoller werden sie und um so mehr lernt man sie zu schätzen.
Kein Kleid steht einer Frau besser als Schweigen
Wenn alle Stricke reißen und jedes Band zerbricht, wenn alle dich vergessen, dann denke ich an dich.
Das Wesen eines Menschen hängt vom Einfluss guter oder schlechter Freunde ab
Du bist nett, du bist genial - jemanden wie dich gibt's nicht noch mal!
Freundschaft: Das Weiterwerden des Lebens
— Rudolf Eucken
Freundschaft ist wie Wein: je älter desto besser
Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen.
So zärtlich wie ein Trampeltier, so eiskalt wie der Mond, unschuldig wie der schwarze Teufel, der in der Hölle wohnt. So temperamentvoll wie die Schnecke und störrisch wie ein Vieh, so eingebild …