Sprüche und Zitate von Friedrich von Schlegel
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Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1772 - 1829
Friedrich von Schlegel (1772–1829) war Kulturphilosoph der Jenaer Frühromantik, der die Konzepte der romantischen Ironie und der „progressiven Universalpoesie" prägte.
Mehr auf WikipediaWas man eine glückliche Ehe nennt, verhält sich zur Liebe wie ein korrektes Gedicht zu improvisiertem Gesang.
✦ 3.7Wie eine Musik aus der Luft überrascht uns das hohe Glück, erscheint und verschwindet.
✦ 3.6Die Frauen müssen wohl prüde bleiben, solange Männer sentimental, dumm und schlecht genug sind, ewige Unschuld und Mangel an Bildung von ihnen zu fordern.
✦ 3.6Es ist alles in der Liebe: Freundschaft, schöner Umgang, Sinnlichkeit und auch Leidenschaft; und es muss alles darin sein, und eins das andere verstärken und lindern, beleben und erhöhen.
✦ 3.6Sind nur der Treue Fesseln uns genommen, ist Liebe, ewig grün, des Lebens Leben.
✦ 3.6Je mehr man weiß, je mehr hat man zu lernen. Mit Wissen nimmt Nichtwissen in gleichem Grade zu, oder vielmehr Wissen des Nichtwissens.
✦ 3.6Gott erblicken wir nicht, aber überall erblicken wir Göttliches.
✦ 3.6Literatur ist Unsterblichkeit der Sprache.
✦ 3.5Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst.
✦ 3.5Die Gesellschaft ist ein Chaos, das nur durch Witz zu bilden und in Harmonie zu bringen ist.
✦ 3.5Je mehr man schon weiss, desto mehr hat man noch zu lernen. Mit dem Wissen nimmt das Nichtwissen in dem gleichen Grade zu, oder vielmehr das Wissen des Nichtwissens.
✦ 3.4Nur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht.
✦ 3.4Nur durch die Bildung wird der Mensch, der es ganz ist, überall menschlich und von Menschheit durchdrungen.
✦ 3.3Ein Mann, der das innere Verlangen seiner Geliebten nicht ganz stillen und befriedigen kann, versteht es gar nicht zu sein, was er doch ist und sein soll. Er ist eigentlich unvermögend und kann keine …
✦ 3.3Es ist unmöglich, jemandem ein Ärgernis zu geben, wenn er es nicht nehmen will.
Zügellosigkeit hat zur natürlichen Folge Erschlaffung, Missbrauch der Freiheit den Verlust derselben.
Viele Werke der Alten sind Fragmente geworden. Viele Werke der Neueren sind es gleich bei der Entstehung.
Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.
Es ist sonderbar, dass der Mensch sich nicht vor sich selbst fürchtet.
Wir wären elend, wenn nicht aus Kleinigkeiten unsere Glückseligkeit zusammengesetzt wär!