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Sprüche über Geheimnis

310 Sprüche — Seite 13

Nicht alles, was das Leben trägt und bewegt, lässt sich vollständig aussprechen oder erklären. Im Geheimnis bewahrt sich ein Rest von Tiefe, der vor schneller Auflösung schützt und den Menschen staunen, ahnen oder schweigen lässt. Darum ist dieses Thema eng mit Innerlichkeit, Würde und Verschwiegenheit verbunden.

Sein Reiz besteht darin, dass es nicht bloß etwas Verstecktes ist, sondern eine Form des Unergründlichen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Geheimnisse Nähe und Distanz, Wahrheit und Schutz, Offenbarung und Schweigen miteinander verknüpfen.

  1. In der Mühle ist das beste, dass die Säcke nicht reden können.

  2. Die Frauen sind ein liebliches Geheimnis: Nur verhüllt, nicht verschlossen.

    Novalis

  3. Auch der Zufall ist nicht unergründlich - er hat seine Regelmäßigkeit.

    Novalis

  4. Aber ich liebe zu sehr, um zu bekennen, wem gilt mein Lieben, für sie will ich sterben und sie nicht nennen, ich bleibe verschwiegen.

    Alfred de Musset

  5. Die Vernunft besteht aus Wahrheiten, die man sagen, und aus solchen, die man verschweigen muss.

    Antoine de Rivarol

  6. Man wundert sich über gar nichts, wenn man sich über alle wundert: das ist der Zustand der Kindheit

    Antoine de Rivarol

  7. Lange genug warten können ist das Geheimnis jeden Erfolges. Nicht zu lange warten das andere.

    Rainer Haak

  8. Die prachtvollsten Blumen blühen oft im Verborgenen.

  9. Das Ich ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist.

    Christian Morgenstern

  10. Das Geheimnis der kleinsten natürlichen Freuden geht über die Vernunft hinaus.

    Marquis de Vauvenargues

  11. Wir mögen die Himmel erstürmen und neue Sterne ohne Zahl finden: Es gibt immer noch den neuen Stern, den wir nicht gefunden haben - jenen, auf dem wir geboren sind.

    Gilbert Keith Chesterton

  12. Ob ein Mann, der schreibt, gut oder schlecht schreibt, ist gleich ausgemacht, ob aber einer, der nichts schreibt und stille sitzt, aus Vernunft oder aus Unwissenheit stille sitzt, kann kein Sterbliche …

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Das Schlimme, das aus unseren Handlungen entsteht, erfahren wir immer, das vielleicht noch Schlimmere, das daraus entsprungen wäre, wenn wir etwas unterlassen, entzieht sich unserem Blick.

    Ludwig Habicht

  14. Überdies wird man dadurch nicht besser, dass man seine Fehler verbirgt, vielmehr gewinnt unser moralischer Wert durch die Aufrichtigkeit, mit der wir sie gestehen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  15. Ich kenne mich nicht besser als irgendein anderer, der mir ein Rätsel wäre.

    Carl Ludwig Schleich

  16. Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwarten, das nun länger nicht mehr zögern mag.

    Matthias Claudius

  17. Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten durch Mangel an Geld verhindert worden sind

    Charles de Talleyrand

  18. Die Ehe ist eine höchst angenehme Institution, wenn sie den Ehemännern das Talent verleiht, die Wünsche der Frau zu erraten

    Honoré de Balzac

  19. Frauen vermögen Angst besser zu verbergen wie Männer.

    John Steinbeck

  20. Es ist besser, nie und nirgends zu laut von dem zu reden, was man auf der Spindel hat.

    Wilhelm Raabe