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Sprüche über Gelegenheit

837 Sprüche — Seite 4

Manche Wendung des Lebens kündigt sich nicht laut an, sondern erscheint nur für einen kurzen Augenblick als unscheinbare Möglichkeit. Gerade deshalb gehört Gelegenheit zu jenen Themen, die über Mut, Wachheit und Entschlusskraft entscheiden. Was ergriffen wird, kann ein Leben verändern, was versäumt wird, oft lange nachhallen.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich darin, dass sie niemals nur Zufall ist, sondern immer auch Bereitschaft verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng günstiger Augenblick und inneres Handeln verbunden sind und warum manche Tür nur für den offensteht, der den Schritt rechtzeitig wagt.

  1. Wer die Menschen kennen lernen will, der studiere ihre Entschuldigungsgründe

    Christian Friedrich Hebbel

  2. Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen.

    William Shakespeare

  3. Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte.

    Khalil Gibran

  4. Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht, ehe sie ihn gebrochen haben.

    Franz Liszt

  5. Aufs Glück warten, das kann man nicht. Das Glück ist da oder nicht; es fragt sich nur, worin man es findet.

    Martin Kessel

  6. Das Leben ist ein großer Kuchen, in dem wir nach Rosinen suchen. Und glauben wir, wir haben eine, so merken wir, es war gar keine. Es war, oh Gipfel der Intrige, nur eine eingebackene Fliege!

  7. Das beste Mittel glücklich zu werden ist, wie eine Spinne aus sich heraus nach allen Seiten ein Netz aus Liebe zu spinnen und mit klebrigen Fäden alles einzufangen was des Weges kommt.

    Leo Tolstoi

  8. Wer Dir als Freund nichts nützen kann, kann allemal als Feind Dir schaden.

    Christian Fürchtegott Gellert

  9. Man ist immer froh, kleine Mängel an geliebten Personen zu finden, um sie nur ohne Verzug verzeihen und sogar mitlieben zu können.

    Gottfried Keller

  10. Es gibt Augenblicke in unserem Leben, in denen Zeit und Raum tiefer werden und das Gefühl des Daseins sich unendlich ausdehnt

    Charles Baudelaire

  11. Durch nichts in der Welt ist so viel Unsinn verhindert worden wie durch fehlendes Geld.

    Charles de Talleyrand

  12. Ein Freund ist schwer zu finden und leicht zu verlieren.

  13. Man muss aufwärts blicken, um die Sterne zu sehen.

  14. Ein neues Leben kannst du nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag.

    Henry David Thoreau

  15. Gute Freunde findet man nicht so am Wege.

  16. Alles wird uns heimgezahlt, wenn auch nicht von denen, welchen wir geborgt haben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Man kann mit dem Leben mehr anfangen, als es nur immer schneller zu leben.

    Mahatma Gandhi

  18. Das Geschenk der Liebe kann man nicht geben. Es wartet darauf, angenommen zu werden

    Rabindranath Tagore

  19. Es steht dir frei, zu jeder Stunde dich auf dich selbst zurückzuziehen. Gönne dir das recht oft, dieses Zurücktreten ins Innere, und verjünge so dich selbst

    Mark Aurel

  20. Das große Geschäft ist das Geld der anderen!

    Alexandre Dumas

  21. Lachen Sie ruhig mal im Büro. Wer weiß, ob Sie abends zu Hause noch die Gelegenheit dazu haben.

  22. Neid: der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude

    Ambrose Bierce

  23. Das lebendige Leben muß etwas unglaublich Einfaches sein. Und deshalb gehen wir an ihm vorüber, ohne es zu erkennen.

    Fjodor M. Dostojewski

  24. Erquicklich ist die Mittagsruh, nur kommt man oftmals nicht dazu.

    Wilhelm Busch

  25. Es ist nie zu spät das zu werden, was man hätte sein können.

    George Eliot

  26. Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause.

    William Penn Adair Rogers

  27. Liebe schwärmt auf allen Wegen, Treue wohnt für sich allein; Liebe kommt euch rasch entgegen, aufgesucht will Treue sein

    Johann Wolfgang von Goethe

  28. Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?

    John F. Kennedy

  29. Was die Schelme nicht stehlen, das verderben die Narren.

    Annette von Droste-Hülshoff

  30. Es kommen Fälle vor im Menschenleben, wo's Weisheit ist, nicht allzu weise zu sein.

    Friedrich von Schiller

  31. Die zweitwichtigste Kunst nach der Fähigkeit, Gelegenheiten zu ergreifen, ist zu wissen, wann ein Vorteil ungenutzt bleiben muss.

    Benjamin Disraeli

  32. Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu etwas.

    Christian Friedrich Hebbel

  33. Sei, wer du sein sollst, und tue das Deine! So wird dich das Glück, das gute Schicksal, ungestört finden.

    Johann Gottfried Herder

  34. Welch Unglück, dass das gute Gewissen ein sanftes Ruhekissen ist. Solch Komfort lockt die Tugend, reichlich oft zu schlafen.

    Emil Gött

  35. Auch die zärtlichste Liebe bedarf der Erneuerung durch gelegentliche Trennungen.

    Samuel Johnson

  36. Eine lahme Katze ist mehr wert als ein schnelles Pferd, wenn der Palast voller Mäuse ist.

  37. In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.

    Johann Wolfgang von Goethe

  38. Tu was du kannst, mit dem was du hast, da wo du bist.

  39. Die Gelegenheit bedarf eines bereiten Geistes.

    Louis Pasteur

  40. Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung.

    Wilhelm Busch

  41. Wir sind nie so sehr in Versuchung, mit anderen zu streiten, als wenn wir mit uns selber unzufrieden sind

    William Hazlitt

  42. Mangel an Verschwiegenheit entsteht meistens aus Mangel an Redestoff.

    Jean Paul

  43. Die Gelegenheit ist der größte Dieb.

    Abraham a Sancta Clara

  44. Den Beweis der Tüchtigkeit erbringt man nicht so sehr in dem, was man selber leistet, als vielmehr durch die Leistungen derer, mit denen man sich zu umgeben versteht.

    Andrew Carnegie

  45. Wenn sich eine Tür schließt, so öffnet sich eine andere. Aber allzu oft, blicken so lange voller Bedauern auf die verschlossene Tür, dass wir die, die sich für uns geöffnet hat gar nicht erst bemerk …

    Alexander Graham Bell

  46. Wie viele Male schaut der Wille durch's Fenster, ehe die Tat durch's Tor geht.

    Erasmus von Rotterdam

  47. In der Tat bestehen die meisten Irrtümer nur darin, dass wir die Worte nicht richtig auf die Dinge anwenden

    Baruch de Spinoza

  48. Nur über die Begegnung mit anderen Menschen ist es möglich, zu neuen Ufern zu gelangen

  49. Es gibt zwei Arten für Licht zu sorgen: Man kann die Kerze sein oder der Spiegel, der sie reflektiert.

    Edith Wharton

  50. Tadle nichts Menschliches! Alles ist gut, nur nicht überall, nur nicht immer, nur nicht für alle.

    Novalis

  51. Es ist nichts angenehmer als aus einem Übel, das uns begegnet, seinen Vorteil zu ziehen.

    Ludwig Börne

  52. Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  53. Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muß man es immer wieder sagen

    André Gide

  54. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass man Anstoß erregt.

    Vincent van Gogh

  55. Was uns im Leben am meisten Not tut ist ein Mensch, der uns zu dem zwingt, was wir können.

    Ralph Waldo Emerson

  56. Es fliehen nicht alle, die den Rücken kehren.

    Christoph Lehmann

  57. Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt.

    Nicolaus Machiavelli

  58. Selten tritt dem Weisen das Schicksal in den Weg

    Seneca

  59. Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.

    Jean Paul

  60. Geld: der beste Köder um nach Menschen zu fischen.

    Thomas Fuller