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Sprüche über Gewinn

161 Sprüche — Seite 8

Was als Gewinn erscheint, muss nicht immer in Zahlen gemessen werden. Auch Einsicht, Verzicht, Klarheit oder gewachsene Beziehung können einen Wert besitzen, der weit über äußeren Vorteil hinausreicht. Darum ist dieses Thema vielschichtiger, als es der erste Eindruck vermuten lässt.

Sein eigentlicher Maßstab liegt nicht nur im Haben, sondern im Bedeutungszuwachs für das Leben. Gewinn kann bereichern oder blenden und fordert deshalb die Frage heraus, ob das Erhaltene wirklich trägt oder nur kurzzeitig glänzt.

  1. Lüge mag siegen, aber die Triumphe der Lüge sind bloß die Triumphe eines Tages.

    Thomas Babington Macaulay

  2. Wie wird verlorene Freiheit wiedergewonnen? Durch einen aus der Tiefe des Volkes kommenden Stoß und Sturm der sittlichen Kräfte.

    Conrad Ferdinand Meyer

  3. Es gibt kein Leiden des Körpers von dem die Seele nicht profitiert.

    George Meredith

  4. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung braucht diese rücksichtslose Hingabe an den Beruf des Geldverdienens

    Max Weber

  5. Was jeder von uns gern sammeln möchte: Medaillen ohne Kehrseite.

    Otto Weiss

  6. Die meisten Verleger, Bilderhändler und Theateragenten haben eine eigene Ästhetik, die der Finanzwissenschaft sehr ähnlich sieht.

    Otto Weiss

  7. Mancher unterwirft sich, ohne zu kämpfen, und dadurch siegt er.

    Otto Weiss

  8. Kleines Wasser macht niemand reich, best fischen ist im großen Teich

    Georg Rollenhagen

  9. Du musst siegen oder fallen, besiegt von einem ist besiegt von allen.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  10. Gar oft ist ohne Recht zerronnen, was ohne Recht man hat gewonnen.

    Bernhard Freidank

  11. Jede gelungene Revolution führt zu einer Stärkung der staatlichen Macht.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  12. Das größte Rätsel der Geschichte ist, wie die schlechten Vorwände für Kriege immer wieder über die guten Gründe für Frieden siegten.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  13. Ein Feld, das geruht hat, trägt herrlich Ernte.

    Ovid

  14. Um etwas desto gewisser zu gewinnen, muss man stets ein Anderes aufgeben

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  15. Der eine bekommt ein Kreuz, der andere eine Krone als Lohn für sein Verbrechen

    Juvenal

  16. Gut ist der Geruch des Gewinns, mag er stammen woher immer.

    Juvenal

  17. Hoffen und gewinnen, verlieren und resignieren, das ist die steigende und fallende Welle des Lebens.

    August Pauly

  18. Was sucht ihr Ruhm? Könnt ihr denn mehr gewinnen von der Welt, als dass euch aus dem Menschenwald ein Herz, das wie das eure fühlt, das Glück zurückwirft, das ihr ihm zugesandt!

    August Pauly

  19. Unendlich ist die Welt und dennoch verschwindet ihre Unendlichkeit gegenüber dem Gehalt eines Kleinsten, wie es ein edler Mensch ist, über dessen Gewinn oder Verlust wir alle Sterne vergessen.

    August Pauly

  20. Arbeit ist eigentlich nur das, was andern nutzt.

    Theresa Keiter