gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Gewohnheit

144 Sprüche — Seite 5

Vieles im Leben wird nicht durch große Entscheidungen bestimmt, sondern durch das, was sich wiederholt. Gewohnheit prägt Denken, Handeln und Wahrnehmung auf leise Weise und macht sichtbar, wie stark der Alltag an festen Bahnen hängt. Deshalb gehört dieses Thema zu den unscheinbaren Mächten des menschlichen Lebens.

Ihre Stärke liegt in Verlässlichkeit, ihre Gefahr in Erstarrung. Gewohnheit erleichtert vieles, kann aber auch Veränderungen erschweren und Menschen voneinander entfernen, wenn das Selbstverständliche nie mehr hinterfragt wird.

  1. Ein alter Baum lässt sich nicht mehr verpflanzen.

  2. Gewohnheit ist der große Führer im Menschenleben.

    David Hume

  3. Inwiefern sind Minister und Pantoffeln sich oft so gleich? Man gewinnt beide oft erst dann lieb, wenn sie abgetreten sind.

    Gottlieb Moritz Saphir

  4. Niemand ist beklagenswerter als jener Mensch, dem nichts so sehr zur Gewohnheit geworden ist, wie die Unentschlossenheit.

    William James

  5. Wahnsinn bei Individuen ist selten, bei Gruppen, Nationen und Epochen aber die Regel

    Friedrich Nietzsche

  6. Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit.

    Publius Syrus

  7. Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.

    Marcus Tullius Cicero

  8. Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als Gewohnheit gewordene Sympathie.

    Jonathan Swift

  9. Diejenige schlechte Gewohnheit, die man als letztes aufgibt, ist wohl die, anderen Leuten Ratschläge zu erteilen.

    John Steinbeck

  10. Schubladendenken bleibt in vertrauten Dimensionen. Bevor Neues sie erweitern könnte, landet es in einer Schublade.

    Else Pannek

  11. Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör

    Wilhelm Busch

  12. Manchen Ehemännern genügt es vollkommen, wenn die Frau nur da ist, wie ein Stück Möbel.

    John Knittel

  13. Selbst gebildete Frauen vertragen nicht immer andauernd gleichmäßiges Glück und fühlen einen unbegreiflichen Antrieb zu Teufeleien und Narrheiten, durch die Abwechslung ins Leben kommt.

    Honoré de Balzac

  14. Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

    Martin Kessel

  15. Liebe ist wie Suppe: der erste Löffel ist heiß, die folgenden werden immer kälter.

  16. Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.

    William Hazlitt

  17. Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit

    Ludwig Andreas Feuerbach

  18. Ein gebildeter Mann, der sein Herz an die Bequemlichkeit seines Heimes hängt, ist nicht wert, als gebildet betrachtet zu werden.

    Konfuzius

  19. Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  20. Liebe in der Verbindung sollte die Vollendung eines schönen Traums sein und nicht, da sie zu häufig ist, das Ende.

    Alphonse Karr