38 Sprüche — Seite 2
Habgier will nicht nur besitzen, sondern immer mehr, selbst wenn längst genug vorhanden wäre. Sie macht Mangel aus Fülle und zeigt, wie sehr der Mensch sich innerlich verarmen kann, wenn Haben jede Grenze verliert. Darum hat dieses Thema eine alte moralische Schärfe und bis heute große Anschaulichkeit.
Der Neid schwärzt wie die Flamme alles, was über ihn hinweggeht und er nicht erreichen kann.
— Jean Antoine Petit-Senn
Habgier zerstört den Gierigen, Habgier und Macht haben größere Dimensionen.
— Else Pannek
Auf allen Gebieten gibt es Erfolge, die weniger ehrenvoll sind als Misserfolge.
— Rosalie Perles
Bei keiner Erbschaft können sich wohl mehr Mitbewerber melden, als wenn solche einem großen Dummkopfe zufällt: er hat die meisten Verwandten.
— Heinrich Martin
Wer sich selbst versteht, kennt seinen Wert und lässt nicht mit sich handeln. Nur der Charakterlose ist für jeden Preis feil.
— Heinrich Martin
»Für Geld die Welt!« Es liegt wenigstens guter, deutscher Reim und der Ausdruck unserer modernen Zeit darin.
— Heinrich Martin
Der Mensch ist ein geldgieriges Tier und diese Eigenschaft kommt allzu oft seiner Güte in die Quere.
— Herman Melville
Ein Erbe weint wie eine Braut; beider Weinen ist heimlich Lachen.
— Marcus Terentius Varro
Wer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, der bekommt ein Maschinenherz.
— Chuang-tzu
Die Ehe und das Geld sind das große Arsenal unseres Elends
— Hippolyte Taine
Es ist die Natur des Reichtums, dass mit seinem Wachsen auch der Durst nach ihm, die Armut, wächst
— Francesco Petrarca
In Wahrheit sind wir alle Staub und Schatten, in Wahrheit ist die Gierde blind gefräßig, in Wahrheit trügerisch ist jedes Hoffen
— Francesco Petrarca
Geld ist die einzige Macht, vor der die gesamte Menschheit auf die Knie fällt
— Samuel Butler
Die Leidenschaft des Geldmachens beherrscht alle anderen Leidenschaften.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Es ist gewiss nur Raserei und nur Wahnwitz, zu leben nach der Bettler Art, bloß um zu sterben einst als reicher Mann.
— Juvenal
Wir unterliegen den Übeln eines langen Friedens; schrecklicher als die Waffen setzt uns der Luxus zu
— Juvenal
Die Liebe zum Geld wächst in gleichem Maße wie das Geld selbst
— Juvenal
Sehr viele Europäer sind nicht mehr als gierige Geldautomaten, die jede Gemeinheit am Tier für erlaubt halten, wenn sie ihren Geldsack füllen hilft.
— Manfred Kyber