Sprüche über Heimat
107 Sprüche — Seite 3
Mehr als ein Ort auf der Landkarte ist Heimat ein innerer Raum aus Erinnerung, Sprache, Nähe und Zugehörigkeit. Sie kann in Landschaften, Gerüchen, Stimmen oder vertrauten Wegen aufscheinen und bleibt oft selbst dann wirksam, wenn man längst woanders lebt. Deshalb berührt dieses Thema Herkunft und Herz zugleich.
Ihre besondere Kraft zeigt sich darin, dass Heimat nicht bloß Besitz, sondern Beziehung bedeutet. Was als Heimat empfunden wird, gibt Halt, stiftet Identität und macht verständlich, warum Rückkehr manchmal mehr ist als Bewegung im Raum.
Das Heimweh hört doch nie auf
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Wo befreundete Wege zusammenlaufen, da sieht eine Stunde lang die Welt wie Heimat aus.
— Bedrich Smetana
Ob man im Leben mehr als eine Frau wahrhaft lieben könne, weiß ich nicht. Mehr als ein Vaterland gewiss nicht!
— Joszef Freiherr von Eötvös
Heimat finden wir überall da, wo Menschen sind, denen wir vertrauen können und die uns vertrauen.
— Rainer Haak
Da ist unsre Heimat, diese Dinge, bleiben in den Tiefen unsrer Seele.
— Carl Spitteler
Leben = Eine Reise, die heimwärts führt
— Herman Melville
Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass wir einander Rast geben auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause.
— Romano Guardini
Alles Leben draußen ist nur wie ein Schlafen in Kleidern. Daheim erst liegt man im Bett.
— Berthold Auerbach
Eine alte Katze und ein alter Hund denken an ihr Heim.
Ohne Heimat sein heißt leiden
— Fjodor M. Dostojewski
Gott ist in uns daheim - wir sind in der Fremde.
— Eckhart von Hochheim
Wo ich auch war und was mir das Leben auch gab, immer hatte ich Heimweh.
— Hans Thoma
Der ist in tiefster Seele treu, wer die Heimat liebt wie du.
— Theodor Fontane
Die meisten reisen nur, um wieder heimzukehren.
— Michel de Montaigne
Das Haus, die Heimat, die Beschränkung, die sind das Glück und sind die Welt.
— Theodor Fontane
Das Vaterland kann einen jeden von uns entbehren, aber keiner von uns das Vaterland.
— Iwan Turgenjew
Ich fühle mich in der ganzen Welt zuhause, wo es Wolken und Vögel und Menschentränen gibt.
— Rosa Luxemburg
Die Heimat, das bedeutet: von Zeit zu Zeit eine Minute der Rührung, aber doch nicht dauernd
— Jules Renard
Alle weltlichen Dinge sind nur ein Traum im Frühling. Betrachte den Tod als Heimkehr.
— Konfuzius
Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist. Entfernung macht Heimat, Verlust Besitz.
— Alexander von Villers