Sprüche über Humor
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Wo Schwere nicht geleugnet, aber auf menschliche Weise gelockert wird, zeigt sich Humor. Er verbindet Schärfe mit Milde, Distanz mit Wärme und macht das Leben erträglicher, ohne es kleinzureden. Deshalb besitzt dieses Thema eine kluge Heiterkeit, die weit über bloßen Witz hinausgeht.
Sein Wert zeigt sich besonders dort, wo Verbissenheit den Blick verengt und ein Lächeln wieder Luft schafft. Humor schützt vor Übersteigerung des eigenen Ichs und verleiht selbst ernsten Situationen ein Stück Beweglichkeit.
Kommt der Gockel untern Trecker gibt es morgen früh keinen Wecker
Der Bauer stark nach Jauche stinkt, er Hahne mit dem Brechreiz ringt
Der Euterstrahl wird immer dünner, hat der Bauer klamme Finger.
Geht die Bäurin in die Breite, sucht der Bauer schnell das Weite.
Hat der Bauer Hühneraugen, trägt er Schuhe, die nichts taugen
Ist der Bauer noch nicht satt, fährt er sich ein Hähnchen platt.
Kotzt der Bauer in das Heu, stinkt es bald wie Katzenstreu.
Liegt der Bauer unterm Tisch, war das Essen nimmer frisch!
Melkt die Bäu'rin nachts die Ziegen, wird es wohl am Vollmond liegen
Mischt der Bauer Gift zur Butter, ist sie für die Schwiegermutter!
Schlapp liegt der Bauer auf der Wiese, unter ihm die Magd Luise.
Steckt die Axt im Kopf des Bauern, ist die Bäurin zu bedauern.
Steppt wild die Sau, charmant, graziös, macht das den Metzger ganz nervös.
Was zu Silvester ausgesät, im September lauthals kräht.
Wenn der Trecker auf dem Acker Öl verliert, hat ihn der Bauer nicht richtig inspiziert!
Wird der Knecht gehetzt von Doggen, muß er um sein Leben joggen!
Die Kuh springt hoch, die Kuh springt weit. Warum auch nicht, sie hat die Zeit!
Wie der Acker, so die Ruben, wie der Vater so die Buben.
Kommt die Milch in Würfeln raus, fiel im Stall die Heizung aus!
Bleibt der Schnee zunächst mal liegen, hat der Bauer nichts zu pflügen.