137 Sprüche — Seite 2
Wo Worte nicht ausreichen, beginnt oft die Sprache der Musik. Sie ordnet Gefühle, weckt Erinnerung und verbindet Menschen über Begriffe, Herkunft und Alltag hinaus auf unmittelbare Weise. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Ausdrucksformen menschlicher Empfindung und kultureller Gestaltung.
Ihre besondere Macht liegt darin, dass Musik zugleich trösten, aufrichten, bewegen und sammeln kann. In ihrem Klang wird Erlebtes nicht erklärt, sondern auf eine Weise spürbar, die tiefer reicht als bloße Beschreibung.
Ich betrachte die Musik als die Wurzel aller übrigen Künste.
— Heinrich von Kleist
Liebe, Musik, Leidenschaft, Neugier, Heldentum - was sonst macht das Leben lebenswert?
— Stendhal
Wenn ein Feind dir Böses angetan hat, schenke jedem seiner Kinder eine Trompete
Wo Sprache aufhört, fängt Musik an.
— E.T.A. Hoffmann
Man muss die Musik des Lebens hören. Die meisten hören nur die Dissonanzen.
— Theodor Fontane
Dissonanzen geben der Musik den schönsten Reiz, wie Schmerzen im Leben.
— Robert Schumann
Musik drückt aus, worüber besser geschwiegen worden wäre.
— Clara Schumann
Es ist nirgendwo untersagt, zu lachen oder sich zu sättigen oder neue Besitztümer mit dem alten, ererbten zu verbinden oder zum Klang der Musik sich zu erfreuen oder Wein zu trinken.
— Johannes Calvin
Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.
— Christian Morgenstern
Musik ist die wahre allgemeine Menschensprache
— Karl Julius Weber
Ich spiele so gerne Klavier, dass ich es auch umsonst tun würde. Gott sei Dank wissen das meine Konzertagenten nicht.
— Arthur Rubinstein
Unser Körper ist die Harfe unserer Seele
— Khalil Gibran
Das ist der wahre Himmel! Wenn es jemals in einem Himmel geht, dann muss es ein Himmel sein, in dem es Musik gibt.
— John Knittel
Die einzige Form der Musik ist die Melodie. Ohne Melodie ist die Musik gar nicht denkbar.
— Richard Wagner
Wagner hatte reizende Momente aber schreckliche Viertelstunden.
— Gioacchino Rossini
Es schwinden jedes Kummers Falten, so lang des Liedes Zauber walten.
— Friedrich von Schiller
Es ist mit dem Witz wie mit der Musik, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man.
— Georg Christoph Lichtenberg
Die Behauptung, es sei unmöglich, immer dieselbe Frau zu lieben, ist so abgeschmackt, wie wenn man sagen wollte, ein berühmter Künstler brauche mehrere Violinen, um ein Musikstück zu spielen.
— Honoré de Balzac
Mit dem Leben ist es wie mit der Musik: Beides muß statt nach Regeln mit Phantasie, Gefühl und Instinkt komponiert werden
— Samuel Butler
Gesegnet sei der Gott, der den Frühling und die Musik erschuf.
— Richard Wagner