Sprüche über Neugier
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Wer fragt, schaut genauer hin und lässt sich nicht mit dem erstbesten Eindruck abspeisen. Neugier ist die lebendige Kraft, die Lernen, Entdecken und Verstehen überhaupt erst in Bewegung setzt. Deshalb gehört dieses Thema zu den wertvollsten Impulsen geistigen und menschlichen Wachstums.
Ihre besondere Stärke liegt darin, dass Neugier den Alltag öffnet und selbst Vertrautes noch einmal neu erscheinen lässt. Ohne sie verarmt der Blick, während mit ihr selbst kleine Beobachtungen zum Anfang größerer Erkenntnis werden können.
Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Jugend bedeutet den Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit, den Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit.
— Perikles
Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.
— Albert Camus
Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.
— François de la Rochefoucauld
Nur wer sich auf den Weg macht, wird neues Land entdecken.
— Hugo von Hofmannsthal
Man hat beobachtet, dass die Nase niemals glücklicher ist, als wenn sie in anderer Leute Angelegenheiten steckt. Daraus haben einige Physiologen geschlossen, dass ihr der Geruchssinn fehle.
— Ambrose Bierce
Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen, wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen
— John Locke
Willst Du Männer gesprächig machen, so sprich von Sachen, soll dein Gespräch mit Frauen sich lohnen, so sprich von Personen.
— Ludwig Anton Salomon Fulda
Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.
— Friedrich Rückert
Labyrinthe reizen zwar zum Hindurchgehen, aber meist nur, solange es ein übersichtliches Vergnügen ist.
— Johann Jakob Bachofen
Verächtlich ist, wer als Verleumder spricht, doch noch verächtlicher der Überbringer.
— Friedrich von Bodenstedt
Wenn deine Gegenwart makellos ist, so untersucht man deine Vergangenheit.
— Georg Christoph Lichtenberg
Was du ins Ohr flüsterst, wird tausend Meilen weit gehört.
Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.
— Iwan Turgenjew
Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken.
— Ferdinand Magellan
Jede große Zeit erfasst den ganzen Menschen.
— Christian Matthias Theodor Mommsen
Der Zartfühlende vermeidet den Anblick fremden Leides, dem er nicht helfen kann, während der rohe Naturmensch es um dieser egoistischen Lust willen aufsucht.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Unter allen Einmischereien ist die, die sich mit Mann und Frau beschäftigt, für alle Teile die verhängnisvollste.
— Elizabeth von Arnim