Sprüche über November
36 Sprüche — Seite 2
Im November verdichten sich Kälte, Nässe und jene gedämpfte Stimmung, die den Herbst seinem Ende zuführt. Nebel, kahle Tage und frühe Dunkelheit verleihen diesem Monat eine ernste, fast nachdenkliche Färbung. Gerade dadurch wirkt er still und schwer zugleich und ist in vielen Regeln mit Wetter und Übergang verbunden.
Im November verabschiedet sich die Sonne und man entdeckt die Liebe zum Ofen.
Im November wässere die Wiesen, soll das Gras da reichlich spriesen.
Läßt der November viel Füchse bellen, wird der Winter viel Schnee bestellen.
Ziehen die Spinnen ins Gemach, kommt gleich der Winter nach.
Donnert's ins blattlose Holz, dann schneit's ins Laub.
Hat Martin einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart. (11. Nov.)
Blühen im November die Bäume neu, hält der Winter bis zum Mai.
Es verrät dir die Andreasnacht, was wohl so das Wetter macht. (30. Nov.)
Wirft herbei Andrä Schnee, so tut's dem Korn und Weizen weh. (30. Nov.)
Hält St. Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück. (30. Nov.)
Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad, weil er immer Wasser hat. (26. Nov.)
Der Konrad und auch die Kathrein, die knien sich bald in den Dreck hinein. (26. Nov.)
St. Klemens uns den Winter bringt.
Dem heiligen Klemens traue nicht, denn selten hat er ein mild' Gesicht. (23. Nov.)
Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterzeit. (22. Nov.)
War an Simon und Juda kein Wind und Regen da, dann bringt ihn die Cäcilia. (22. Nov.)