30 Sprüche — Seite 2
Schadenfreude verrät, wie leicht fremdes Unglück zur heimlichen Erleichterung werden kann, wenn das eigene Herz nicht großzügig geblieben ist. Sie wirkt oft komisch, trägt aber einen bitteren Kern, weil sie Mitgefühl durch Überlegenheit ersetzt. Deshalb gehört dieses Thema zu den unerquicklicheren Seiten menschlicher Regungen.
Niemand erfreut sich mehr an Rache als eine Frau.
— Juvenal
Die Rache ist das Zeichen eines kleinen und schwachen Geistes und die Freude einer niederen Seele
— Juvenal
Zeig' deine Tränen nicht; den Freund betrübest du vergebens nur, und ach, dein Feind – er lacht dazu.
— Friedrich Julius Hammer
Wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Darf er schon nicht, dann sollen die anderen aber auch nicht.
— Kurt Tucholsky
Gar oft sind die Verspotteten lustiger als die Spötter!
— Otto Weiss
Fremdes Mißgeschick zu tragen, sind wir alle stark genug.
— François de la Rochefoucauld
In dem Unglück unserer besten Freunde werden wir immer etwas finden, was uns nicht mißfällt.
— François de la Rochefoucauld
Kann uns etwas nicht schaden, dürfen wir ruhig die verlachen, die uns davor bewahren wollen.
— Marquis de Vauvenargues
Klage dein Leid nicht den Ungetreuen, Die sagen: o Gott! und sich heimlich freuen.
— Friedrich Rückert