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Sprüche über Selbsterkenntnis

296 Sprüche — Seite 9

Am schwersten sieht der Mensch oft das, was ihn selbst bestimmt. Selbsterkenntnis verlangt Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft, sich nicht nur mit den eigenen Vorzügen, sondern auch mit Widersprüchen, Schwächen und versteckten Motiven zu befassen. Deshalb gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten Wegen innerer Reifung.

Ihr Wert liegt darin, dass sie nicht im Grübeln endet, sondern zu Klarheit und Veränderung führen kann. Wer sich selbst besser versteht, urteilt nüchterner, handelt freier und ist weniger darauf angewiesen, sich vor sich selbst zu verbergen.

  1. Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.

    Johann Kaspar Lavater

  2. Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du reicher in Dich selbst zurück; denn wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  3. Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an den anderen entdeckt und gesehen haben, wie sie denen stehen.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  4. Derjenige, der sich mit Einsicht für beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Um anderen gegenüber gerecht sein zu können, muss man sich selbst gegenüber ehrlich sein

    Jean-Baptiste Rousseau

  6. Ein guter Mensch, der seine Fehler nicht eingesteht und sich stets rechtfertigen will, kann zum Ungeheuer werden.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  7. Ohne beständige Arbeit der Selbstbestimmung und Selbstprüfung schreiten die menschlichen Dinge nicht vorwärts.

    Heinrich von Treitschke

  8. Es gibt einen Gedanken, der unsere ganze Lebensführung und Betrachtung verändern würde: Die Gewissheit unserer Unzerstörbarkeit durch den Tod.

    Christian Morgenstern

  9. Es ist zu wünschen, dass jeder, der uns die Wahrheit zeigen will, sie nicht in Worten ausdrückt, sondern uns die Möglichkeit gibt, sie selbst zu erkennen.

    José Ortega y Gasset

  10. Wer an den Spiegel tritt, um sich zu ändern, der hat sich geändert

    Seneca

  11. Mancher Mensch muss erst mit dem Kopf gegen einen Baum rennen, bevor er merkt, dass er auf dem Holzweg ist

    Wilhelm Busch

  12. Jeder neue Tag ist eine neue Chance, sich zu finden, in sich fündig zu werden, aus sich heraus zu geben

  13. Bist du allein, so gedenke deiner Schwächen, bist du in Gesellschaft, so sprich nicht von denen der anderen.

  14. Höre jeden Tag in dich hinein, damit du erfährst, was du dir zu sagen hast.

  15. Es ist nichts schwerer, als mit sich selbst Geduld haben - seine eigne Schwachheit zu tragen.

    Novalis

  16. Hochmut ist, aus Liebe zu sich selbst eine höhere Meinung von sich haben, als recht ist.

    Baruch de Spinoza

  17. Wer seinen Kopf verlor, merkt den Verlust als letzter.

  18. Der Mensch, der krank im Bette liegt, kommt mitunter dahinter, dass er für gewöhnlich an seinem Amte, Geschäfte oder an der Gesellschaft krank geworden ist, und durch sie jede Besonnenheit verloren ha …

    Friedrich Nietzsche

  19. Zu viele Männer zögern ihren Abgang von der Bühne hinaus. Das ist schlechtes Theater und schlechtes Leben.

    John Steinbeck

  20. Wer ein Grenzgänger ist, oft allein in extremen Situationen, erfährt genügend über sich. Ich habe die Abgründe meiner Seele erlebt, wie wenige andere.

    Reinhold Messner