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Sprüche über Strafe

66 Sprüche — Seite 3

Strafe soll Grenzen markieren und auf Regelbruch antworten. Doch ihr Sinn erschöpft sich nicht in Härte, sondern berührt immer auch die Frage, ob Gerechtigkeit, Abschreckung und menschliche Maßhaltung in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden können. Gerade deshalb bleibt das Thema gesellschaftlich und moralisch so heikel.

  1. Was schlechte Richter sind, können wir an uns selbst lernen, wenn wir die Vergehen unserer Kinder strafen.

    August Pauly

  2. Wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  3. Wer noch einmal eine Waffe in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfallen.

    Franz Josef Strauß

  4. Kleinen Mörder schlägt man den Kopf ab, dem großen setzt man einen Lorbeerkranz auf

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  5. Wer leichtlich glaubt, wird leicht betrogen.

    Georg Rollenhagen

  6. Die Strafe, die züchtigt ohne zu verhüten, heißt Rache.

    Albert Camus

  7. Affen und Pfaffen lassen sich nicht strafen.

  8. Will unser Herrgott einen strafen, so läßt er ihn zuvor blind werden.

  9. Wenn Gott ein Land strafen will, so nimmt er den Herren die Weisheit.

  10. Was Gott spart in die Länge, das straft er mit Strenge.

  11. Über des Gottlosen Haus streut Gott Schwefel aus.

  12. Hühner, die daheim essen und anderswo legen, soll man am Bratspieß ziehen.

  13. Den Krebs straft man nicht mit ersäufen.

  14. Sieh dir nicht an, wie Diebe ihr Mahl verzehren, sondern wie sie ihre Strafe erleiden.

  15. Wer vierzehn Tage verbummelt, muss drei Wochen hungern

  16. Das Alter ist ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.

    François de la Rochefoucauld

  17. Durch Belohnung oder Strafe kann man Menschen zwingen, zu erklären oder zu beschwören, dass sie glauben, und zu handeln, als ob sie glaubten: Mehr kann man nicht erreichen.

    Jonathan Swift

  18. Was Prügel sind, weiß jeder; was Liebe ist, hat noch niemand herausgefunden.

    Christian Johann Heinrich Heine

  19. Es liegt im Wesen der Ordnung, dass dem freiwilligen Fehltritt die unvermeidliche Strafe folge

    Joseph Joubert

  20. Jeder Mensch wird im Reiche einen Engel haben, der mit ihm herrscht, und in der Unterwelt einen Dämon, der ihn straft.

    Thomas von Aquin