Sprüche über Teufel
56 Sprüche — Seite 3
Der Teufel erscheint in Sprache und Vorstellung als Bild des Verführenden, Zerstörerischen oder listenreich Dunklen. Er verkörpert weniger eine Figur des Alltags als eine moralische Grenzmarke, an der Versuchung und Angst sichtbar werden. Gerade deshalb ist das Thema so wirksam in Bildern, Warnungen und Witzen.
Lass den Teufel in die Kirche, und schon steigt er auf die Kanzel.
Wo man mit Feuerbränden wirft, da bläst der Teufel in die Asche
Gott schickt uns das Fleisch, aber der Teufel die Köche.
Wer nicht raucht und auch nichts trinkt, der ist schon auf andere Art den Teufel verfallen.
Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten
Argwohn ist mit dem Teufel aus einer Schüssel.
Politik besteht darin, Gott so zu dienen, dass man den Teufel nicht verärgert.
— Thomas Fuller
Auch der Teufel war schön, als er jung war.
Wie gern wollt' ich dem Teufel meine Seele verschreiben, wenn ich dafür Gesundheit hätte.
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Lieben und nicht genießen möchte den Teufel verdrießen.
Hat der Teufel den Hund geholt, so hol' er auch den Strick.
Für Geld kann man den Teufel tanzen sehen.
Im Hunger frißt der Teufel Fliegen.
Wenn der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut.
Der Geizige muss Hunger leiden, weil der Teufel den Schlüssel zum Geldsack hat.
Der Teufel scheisst immer dahin, wo schon gedüngt ist.