142 Sprüche — Seite 5
Was Menschen von sich, den anderen und der Welt erwarten, lebt oft in ihren Vorstellungen. Sie geben Richtung, schaffen Sinn und können zugleich blind machen, wenn sie fester werden als die Wirklichkeit selbst. Deshalb ist dieses Thema eng mit Freiheit, Selbstbild und Enttäuschung verbunden.
Ihre schöpferische Kraft zeigt sich dort, wo sie Mut und Weite schenken. Vorstellungen werden problematisch, wenn sie das Leben nur noch an inneren Bildern messen und nicht mehr zulassen, dass Wirklichkeit anders und vielleicht wahrer sein darf.
Die Politik ist ein Kampfplatz, auf dem das Ergebnis, das man erzielt, immer weit unter dem liegt, was man erreichen möchte.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.
— Albert Camus
Bejahe den Tag, wie er dir geschenkt wird, statt dich am Unwiederbringlichen zu stoßen.
— Antoine de Saint-Exupéry
Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Innern hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.
— Jean Paul
Die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
— Samuel Johnson
Die schlechte Absicht ist immer auf den Beinen.
— Emil Gött
Die Ansprüche, die ein Mensch an andre stellt, stehn gewöhnlich in umgekehrtem Verhältnis zu seinen Leistungen.
— Emil Gött
Bleib dran, auch wenn es anders kommt als geplant.
— Walter Scheel
Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.
— Louis Pasteur
Hoffnungen, Pläne und Illusionen sind Verjüngungselemente des Lebens. Es sind Morgenröten, deren Glanz immer wieder bezaubert
— Martin Kessel
Die Tat unterscheidet das Ziel vom Traum.
Das ist Humor: durch die Dinge durchsehen, wie wenn sie aus Glas wären.
— Kurt Tucholsky
Das Fleisch hat seinen eigenen Geist.
— Frank Wedekind
Die Leiden sind wie Gewitterwolken, in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns kaum grau.
— Jean Paul
Das Ziel des Lebens ist Freiheit von Wahn.
— Antisthenes
Solange das Herz noch Erinnerungen bewahrt, bewahrt der Geist seine Illusion
— Francois René de Chateaubriand
Leben heisst, auf etwas zuwandern.
— José Ortega y Gasset
Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, soll sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.
— Adolph Freiherr von Knigge
Ideale sollten nach einer Umformung der Wirklichkeit trachten - nichts Geringeres sollte ihr Ziel sein.
— William James
Wir haben weder die Kraft noch die Gelegenheit, all das Gute und Böse zu tun, das wir planen
— Marquis de Vauvenargues