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Sprüche über Anstrengung

505 Sprüche — Seite 7

Was Substanz besitzt, entsteht nur selten ohne Widerstand. Anstrengung gehört zu jenen Erfahrungen, in denen sich Ernst, Zieltreue und Bereitschaft zeigen, auch unbequeme Wege zu gehen. Deshalb steht dieses Thema nicht nur für Mühe, sondern ebenso für Würde und die Fähigkeit, etwas wirklich zu tragen.

Ihr Sinn offenbart sich oft erst im Rückblick, wenn sichtbar wird, was ohne Einsatz unerreichbar geblieben wäre. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Anstrengung nicht bloß Belastung bedeutet, sondern die notwendige Form sein kann, in der Wille, Hoffnung und Leistung Wirklichkeit werden.

  1. Sich selbst bekriegen ist der schwerste Krieg, sich selbst besiegen ist der schönste Sieg.

    Friedrich von Logau

  2. Der gerade Weg ist der kürzeste, aber es dauert meist am längsten, bis man auf ihm zum Ziele gelangt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  3. Gerechtigkeit ist schwerer als Hingebung und Liebe

    Friedrich Nietzsche

  4. Wer nichts tut, kann nichts verändern.

    Wilhelm Hasenclever

  5. Wenn wir wollen, dass es in der kleinsten Strohhütte wie in der ganzen Welt besser gehe, so müssen wir das, was wir dazu beitragen können, selbst tun.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  6. Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.

    Katharina von Siena

  7. Das sind die drei seligen Tugenden, die in der wahren Liebe gründen: Geduld, Stärke, Beharrlichkeit.

    Katharina von Siena

  8. Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  9. Wir haben nicht das Geld, also müssen wir denken!

    Ernest Rutherford

  10. Und kommt es dir zuweilen vor, als ächze schwer dein Lebenskarren: Öl rasch die Räder mit Humor, dann hört er wieder auf zu knarren.

  11. Sei tapfer, wenn die Masten krachen, dass du nicht schreckversteinert stehst; du wirst die Wogen dienstbar machen, sobald du klug das Steuer drehst. Gern packt das Unglück deine Schwächen - o käm …

    Otto Banck

  12. Bevor zum Anfang ein tüchtiger Grund gelegt ist, halte ich es für eitles Bemühen, über das Ende auch nur ein Wort zu verlieren.

    Demosthenes

  13. Fleiß überwindet alles.

  14. Müh und Fleiss bricht alles Eis.

  15. Wer einst fliegen lernen will, der muss erst stehn und gehn und laufen und klettern und tanzen lernen - man erfliegt das Fliegen nicht.

    Friedrich Nietzsche

  16. Die Jungen sollen zum Tisch einen hungrigen Magen und einen müden Leib zu Bette tragen.

    Hesiod

  17. Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

    John Ruskin

  18. Nur der erste Schritt macht Schwierigkeiten.

    Edward Gibbon

  19. Gott schuf die Erde und ruhte einen Tag; danach hat er die Frau erschaffen, und seitdem hat er keine Ruhe mehr.

  20. Ohne Kraft erreicht man nichts, und Kraft muß man durch Kraft erlangen

    Fjodor M. Dostojewski