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Sprüche über Aufmerksamkeit

410 Sprüche — Seite 17

Vieles bleibt ungesehen, nicht weil es verborgen wäre, sondern weil der Blick daran vorbeigeht. Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, das Kleine wahrzunehmen, Zwischentöne zu erkennen und dem Gegenüber wie der Welt wirklich gegenwärtig zu sein. Darum besitzt dieses Thema eine stille, aber weitreichende Bedeutung.

In ihr beginnt oft schon das Verstehen, lange bevor ein Urteil gesprochen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Aufmerksamkeit Beziehungen vertieft, Schönheit sichtbar macht und den Alltag vor jener Abstumpfung bewahrt, die das Wesentliche übergeht.

  1. Die Sonne scheint für dich, deinethalben, und wenn sie müde wird, fängt der Mond an, und dann werden die Sterne angezündet.

    Sören Kierkegaard

  2. Ich achte nicht auf die Vernunft. Die Vernunft empfiehlt immer das, was ein anderer gern möchte.

    Elizabeth Cleghorn Gaskell

  3. Der Himmel auf Erden wird durch die rechte Einstellung zu den Kleinigkeiten des Alltags geschaffen.

    Prentice Mulford

  4. Kinder leben, gedeihen und berauschen sich in der Gedankensphäre, die von ihren Spielkameraden auströmt.

    Prentice Mulford

  5. Das größte und reinste Wunder, wäre es allen sichtbar, dauerte aber nur einen Augenblick, es fiele durch das Hirn der Menschheit glatt durch.

    Prentice Mulford

  6. Die öffentliche Meinung ist eine Buhlerin: Man sucht ihr zu gefallen, ohne sie zu achten

    Jean Antoine Petit-Senn

  7. Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Unglück mehr als das eigene

    Francesco Petrarca

  8. Gewisse Dinge lernt man auf keine Weise leichter als durch Gegensatz.

    Francesco Petrarca

  9. Die Kunst des Lebens liegt in einer dauernden Neueinstellung zu unserer Umgebung.

    Okakura Kakuzo

  10. Kleinigkeiten im Leben ersetzen uns die „großen Ereignisse“. Das ist ihr Wert, wenn man ihn begreift

    Peter Altenberg

  11. Die Ansicht eines Weisen und den Rat eines Greisen soll man nicht von sich weisen.

    Carl Friedrich von Rumohr

  12. Die Weisheit ist in Allem; der sie sucht, dem kommt sie aus allem entgegen

    Carl Friedrich von Rumohr

  13. Stiller Wunsch vieler Männer: "Wollte meine Frau mich nur, wenigstens zeitweise, als Fremden behandeln!"

    Otto Weiss

  14. Gewisse Wünsche darf man vor jedem aussprechen, nur nicht vor dem, der sie erfüllen könnte.

    Otto Weiss

  15. Durch besondere Protektion erhielt schon mancher eine überaus günstige Gelegenheit, sich öffentlich zu blamieren.

    Otto Weiss

  16. Wer hätt' es nicht schon auf der Straße gesehn, wie eine Frau einem Mann, der hinter ihr ging, langsam nachlief!

    Otto Weiss

  17. Aus Furcht vor übler Nachrede unterbleibt manch gute Handlung.

    Otto Weiss

  18. Unglücklich will manche Frau um jeden Preis scheinen und bedauert man sie dann, so ist sie ganz glücklich!

    Otto Weiss

  19. Zur Lehre der Sinneswahrnehmungen: Kenner der Gebärdensprache hören auch mit den Augen.

    Otto Weiss

  20. Bücher sollen wie Handlungen und Gesinnungen für sich selber reden.

    Adolf von Wilbrandt