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Sprüche über Bewunderung

372 Sprüche — Seite 17

Was Menschen aufrichtet und den Blick nach oben zieht, findet oft in der Bewunderung seinen Ausdruck. Sie entsteht vor Größe, Mut, Schönheit oder Haltung und verrät damit auch, wonach ein Herz sich selbst ausrichtet. Darum ist dieses Thema mehr als bloßes Staunen, nämlich ein stilles Urteil über Wert und Vorbild.

In echter Bewunderung liegt kein Neid, sondern Anerkennung dessen, was über das Gewöhnliche hinausweist. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie inspirierend jene Haltung sein kann, die Großes erkennt und sich davon nicht klein, sondern ermutigt fühlen lässt.

  1. Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.

    Karl Julius Weber

  2. Das Firmament ist der Thron aller Schönheit, wie auch der Mensch seinen Thron hat, die Erde nämlich

    Hildegard von Bingen

  3. Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.

    Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau

  4. Lasst die anderen von vergangenen Zeiten schwärmen. Ich bin froh, in diesen Zeiten zu leben!

    Ovid

  5. Nach dem Sternenhimmel ist das Größte und Schönste was Gott geschaffen hat, das Meer.

    Adalbert Stifter

  6. Champagner ist der einzige Wein, der eine Frau noch schöner macht, nachdem sie ihn getrunken hat.

    Jeanne Antoinette Poisson de Pompadour

  7. Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett

  8. Die Sterne können den Glanz des Mondes nicht vermehren

  9. Enthusiasmus ist das Leben der Seele, Schwärmerei ihr Tod.

    Johann Georg Zimmermann

  10. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel

    Gotthold Ephraim Lessing

  11. Höfling muss mit krummem Rücken sich noch immer tiefer bücken

    Jacques Offenbach

  12. Ruhm ist Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen

    Nicolas Chamfort

  13. Fürsten belohnen ihre Schmeichler und verachten sie. Völker beten die ihrigen an.

    Friedrich von Gentz

  14. Große Männer sind die Koeffizienten ihres Jahrhunderts.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  15. Wer Almosen gibt, gewöhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu bewundern.

    Johannes Chrysostomos

  16. Führt heftiges Flirten zu magischen Kurzschlüssen, sollte man wissen wo die Stromverbindung zum Verstand wieder zu finden ist.

    Christa Schyboll

  17. Jeder braucht Lob, Anerkennung, Streicheleinheiten. Die Menschen haben panische Angst vor Liebesentzug.

    Nikolaus B. Enkelmann

  18. Ein Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will. Beide sind langweilig.

    Heinrich Laube

  19. Man erwirbt sich eine Menge Ruhm – was immer das sein mag –, wenn man in der richtigen Weise über sich reden lässt.

    David Herbert Lawrence

  20. Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.

    Jacob Christoph Burckhardt