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Sprüche über Charakter

500 Sprüche — Seite 25

Woran ein Mensch im Innersten zu erkennen ist, offenbart sich selten in glatten Worten, sondern in Haltung, Verhalten und Beständigkeit. Charakter meint jene innere Form, die Entscheidungen prägt und auch dort trägt, wo Vorteil, Angst oder Druck anderes nahelegen. Darum zählt dieses Thema zu den ernstesten Fragen des Menschlichen.

Seine Bewährung geschieht vor allem in Grenzsituationen, nicht im bequemen Einverständnis mit sich selbst. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Mut, Wahrhaftigkeit und Selbstbeherrschung zusammengehören und warum guter Charakter erst dort sichtbar wird, wo etwas auf dem Spiel steht.

  1. Ein untrüglicher Maßstab für einen Menschen ist sein Verhalten gegen fremdes Leid.

    Maria Waser

  2. Das Wandern und Schweifen ist eine grund- und tiefdeutsche Eigenschaft. Immerfort sind sie unterwegs. Kärrner, Kaufleute, Künstler, Dichter, Mädchen und Knaben.

    Jakob Wassermann

  3. Wenn einer, was das Leben mit sich bringt nicht zu tragen weiss, nennt er das Missgeschick, was doch sein Charakter verschuldet hat.

    Menander

  4. Es ist viel leichter, ein Held zu sein als ein anständiger Mensch. Ein Held muss man nur einmal sein, ein Ehrenmann immer.

    Luigi Pirandello

  5. Die Gespenster hausen nicht in alten Schlössern, sie stecken in uns selbst.

    Luigi Pirandello

  6. Wir sind die Bilder, die wir von uns selber machen. Man wandelt sich. Wehe, wenn das Bild fixiert ist.

    Luigi Pirandello

  7. In neun von zehn Fällen erfährt man von den Unzulänglichkeiten anderer erstmals aus ihren Entschuldigungen.

    Oliver Wendell Holmes

  8. Die Liebe schwankender Charaktere wird erst durch Eifersucht zu einer starken Empfindung.

    Walter Calé

  9. Wenn Gott dir Witz gibt, so trage ihn wie dein Schwert in der Scheide und blitze nicht damit zum Schrecken der Gesellschaft umher.

    Joachim Heinrich Campe

  10. Die Krankheit ehrlicher Männer ist, sich für unentbehrlich zu halten.

    Friedrich Christoph Dahlmann

  11. Macht macht schlecht. Absolute Macht macht absolut schlecht.

    John E. Edward, 1st Baron Acton of Aldenham Dalberg

  12. Wenn wir fühlen, wie stark gewisse Kräfte und Triebe in uns wirken, müssen wir alle Gegenkräfte in uns besonders pflegen.

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  13. Was eine Mutter gläubigen Gemüts in das Herz ihres Kindes pflanzt, trägt reichere Frucht als alle Samen der Erde.

    Max Dauthendey

  14. Den Ruf einer Person kennt man nach nur einer Stunde, der wahre Charakter kommt erst nach einem Jahr ans Licht.

    William Morris Davis

  15. Eine abgeklärte Seele bringt unserm Geschlechte mehr Segen als ein ganzes Dutzend aufgeklärter Köpfe.

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  16. In persönlichen Nöten tritt die persönliche Note des Menschen am klarsten zu Tage.

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  17. Glaube an die Ehre anderer ist immer ein Zeichen nobler Gesinnung.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  18. Der echte charaktervolle Mann verlangt nach weiblicher Ergänzung.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  19. Jeder Mensch, auch der schlechteste, hat eine Eigenschaft, die unser Urteil über ihn mildert, uns für seine sonstigen Tugenden milde stimmt.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  20. Ohne Erziehung zum Gehorsam ist keine Bildung zu einem charakterfesten Menschen, zu einem Manne denkbar.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg