Sprüche und Zitate von Johann Christian Friedrich Hölderlin
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Über den Autor
Deutsch · 1770 - 1843
Friedrich Hölderlin (1770–1843) war ein deutscher Lyriker, dessen Werk sich weder der Weimarer Klassik noch der Romantik zuordnen lässt.
Mehr auf WikipediaIn jüngern Tagen war ich des Morgens froh, des Abends weint ich; jetzt, da ich älter bin, beginn ich zweifelnd meinen Tag, doch heilig und heiter ist mir sein Ende
✦ 3.7Ich glaube, dass die Ungeduld, mit der man seinem Ziele zueilt, die Klippe ist, an der gerade oft die besten Menschen scheitern.
✦ 3.7Die Ungeduld, mit der man seinen Zielen zueilt, ist die Klippe, an der oft gerade die besten Menschen scheitern
✦ 3.7Wie mit den Lebenszeiten, so ist es auch mit den Tagen: keiner ist uns genug, keiner ist ganz schön, jeder hat seine Unvollkommenheit. Aber rechne sie zusammen, so kommt eine Summe Freude und Leben …
✦ 3.6Der Apfel fällt, wenn er nicht krank ist, erst vom Stamm, wenn er reif ist.
✦ 3.6Alt zu werden unter jugendlichen Völkern, scheint mir eine Lust, doch alt zu werden da, wo alles alt ist, scheint mir schlimmer denn alles.
✦ 3.6Ja! Ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist. Es ist ganz, was es ist, und darum ist es so schön. Der Zwang des Gesetzes und des Schicksals …
✦ 2.7Dadurch haben sich die Menschen die Ehe zur Hölle gemacht, dass sie sie zu ihrem Himmel machen wollten.
Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.
Eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverklärend wenn er liebt. Und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend Lämpchen brennt.
Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.
Ein ruhiger Ehemann ist eine schöne Sache; nur muss man einem nicht sagen, dass er in den Hafen einlaufen soll, wenn er von seiner Fahrt die Hälfte kaum zurückgelegt hat