92 Sprüche — Seite 4
Wo Vertrauen brüchig wird, zieht Mißtrauen ein und verändert den ganzen Blick auf den anderen. Es schützt vor Enttäuschung und macht doch gleichzeitig jede Nähe schwerer, weil hinter Worten und Gesten ständig ein verborgener Zweifel mitgeht. Darin liegt seine beklemmende Macht über Beziehungen und Entscheidungen.
Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewissheit ist eine absurde.
— Voltaire
Es gibt kein anderes Mittel, den Schwankenden zu helfen, als dass man aufhört, selbst zu schwanken.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Nicht genug glauben ist ebensogut ein Zeichen von Unkenntnis wie zu viel glauben
— Claude Tillier
Krieg ist ewig zwischen List und Argwohn; nur zwischen Glauben und Vertrauen ist Friede.
— Friedrich von Schiller
Ohne Argwohn zu sein ist den meisten Menschen fast so, wie ohne Verstand zu sein.
— Ludwig Marcuse
Der Argwohn ist unter den Gedanken, was die Fledermäuse unter den Vögeln sind: sie flattern stets im Dämmerlicht
— Francis Bacon
Einem Menschen, den Kinder und Tiere nicht leiden können, ist nicht zu trauen.
— Carl Hilty
Wir haben keinen Grund, gegen unsere Welt Misstrauen zu haben, denn sie ist nicht gegen uns.
— Rainer Maria Rilke
Vorsicht im Vertrauen ist allerdings notwendig; aber noch notwendiger ist Vorsicht im Misstrauen.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Die Wahrheit ist oft zu einfach, um Glauben zu finden.
— Fanny Lewald
In der Politik ist das persönliche Gefühl, das uns die Menschen einflößen, ein schlechter Wegweiser.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Unglück fürchten, Hindernisse voraussehen, über möglichen Schwierigkeiten brüten, das ist ruinierend und der sicherste Weg zu äußerlicher oder innerlicher Armut.
— Prentice Mulford
Das Gefühl des Rechts macht groß, edel, frei, nachsichtig – Rechte haben macht egoistisch, misstrauisch und unduldsam. Dies zeigt sich in allen staatlichen und privaten Verhältnissen, in der Familie, …
— Fanny Lewald
Der Zweifel ist nicht schöpferisch.
— Fanny Lewald
Einen Glauben kann man verlieren und wieder finden. Der Verlust der Glaubwürdigkeit ist endgültig.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Es gibt in der Regel keinen Prozess, in dem nicht eine Frau den Streit verursacht hätte
— Juvenal
Gewöhnlichkeiten werden jedem geglaubt, zum Ungewöhnlichen bedarf es der Autorität
— August Pauly
Sei als Freund behutsam und gerecht, wer mit Misstrauen forscht, macht alles schlecht.
— Heinrich Martin
Leider, dem Mitleid entsprießt nur allzuoft die Verachtung; darum verberge Dein Leid tief in der innersten Brust.
— Heinrich Martin
Wer nicht heiratet, wird nie so glücklich, als er wünscht, aber auch nie so unglücklich, als er fürchtet.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch