Sprüche über Mut
515 Sprüche — Seite 26
Nicht Unerschrockenheit allein, sondern das Handeln trotz Furcht macht den eigentlichen Mut aus. Er zeigt sich im Wagnis des Neubeginns, im Aushalten von Widerstand und in der Treue zu dem, was als richtig erkannt wurde. Deshalb gehört dieses Thema zu den bewunderungswürdigsten Kräften menschlichen Lebens.
Sein Wert tritt besonders dann hervor, wenn Bequemlichkeit, Zweifel oder äußere Macht zum Rückzug drängen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass Mut nicht nur in großen Taten lebt, sondern oft im stillen Festhalten an Wahrheit, Hoffnung und Verantwortung beginnt.
Immer Gerechtigkeit für andere: Mut für uns selbst. Das sind zwei Tugenden, worin alle andern bestehen.
— Rahel Varnhagen von Ense
Wer an sich glaubt mit starkem Herzen, besieget den Widerstand, und schafft sich Mut aus bittern Schmerzen, zu tun, was er für recht erkannt.
— Friedrich Julius Hammer
Nichts Keckeres gibt's als die Frauen, die man ertappt; aus dem Fehltritt schöpfen sie Mut und Empörung
— Juvenal
Alles auf der Erde lässt sich finden, wenn man nur zu suchen sich nicht verdrießen lässt.
— Philemon
Was wir oft beim Manne als Mut bewundern, ist größtenteils nichts weiter, als Wallung von Furcht und Stolz, die nach kurzer Zeit wie Schaum zusammensinkt.
— Heinrich Martin
Ein Held kann man sein, auch ohne die Erde zu verwüsten
— Nicolas Boileau-Despreaux
Ist dir's in deiner Ecke zu eng, so schüttle ab alles, was dich beengt, wandre, werde, was du werden magst und kannst – wenn nur dein Ich, deine Persönlichkeit, der Kern deines Wesens zur Erblühung ko …
— Friedrich Lienhard
Packe den Tag wie ein glühendes Eisen, schmiede und strecke ihn wacker am Herd, lasse dann Leben und Zukunft erweisen, ob er zur Pflugschar ward oder zum Schwert.
— Julius Lohmeyer
Eine geplante Handlung ist bereits eine beginnende Handlung.
— Jules Payot
Eitles Klagen und Wimmern wird dir die Not nur verschlimmern. Lege nur gleich die Hände an, so hast du das Schlimmste schon abgetan.
— Georg Keil
Tatlos flüchtet der Feige beim Nahen des drohenden Schicksals; nur der kühnere Mann bietet voll Mut ihm die Stirn.
— Georg Keil
Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum
— Tommaso Campanella
Wo wäre das Verdienst, wenn die Helden niemals Angst hätten?
— Alphonse Daudet
Siege oder Niederlagen, immer gilt es neu zu wagen.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Es kommt nicht darauf an, wo du die Aufgabe anpackst. Es kommt darauf an, dass du es tust.
— Eugen Diederichs