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Sprüche über Neid

154 Sprüche — Seite 6

Wo fremdes Glück nicht erfreut, sondern schmerzt, tritt Neid in seiner bitteren Form hervor. Er vergleicht, mindert das Eigene und vergiftet den Blick auf andere, weil ihr Erfolg als stiller Angriff auf den eigenen Wert empfunden wird. Darum gehört dieses Thema zu den unerquicklichsten Regungen des menschlichen Herzens.

Seine Schärfe zeigt sich darin, dass Neid selten offen auftritt und doch Beziehungen tief beschädigen kann. Erst wo Dankbarkeit und innere Festigkeit wachsen, verliert der Vergleich seine Herrschaft über das eigene Empfinden.

  1. Der Begleiter des Ruhms ist der Neid

    Cornelius Nepos

  2. Einer, dessen Herz von Eifersucht verzehrt wird, ist niemals gerecht.

    George Sand

  3. Der Hass ist ein aktives Mißvergnügen, der Neid ein passives, deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der Neid so schnell in Hass übergeht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Wenn das Lob der Freunde immer ein sehr zweideutiges bleibt, so darf man dagegen dem Neid der Feinde vertrauen

    Carl Leberecht Immermann

  5. Die Kritik ist eine Steuer, die der Neid dem Talent auferlegt.

    Francois G. de Levis

  6. Neid schadet am meisten dem, der ihn hegt, anderen gar wenig. Gleich wie der Rost das Eisen frißt, so frißt der Neid den Neider.

    Basilius von Caesarea

  7. Nichts mindert Neid im Yachthafen so spontan wie Windstille

    Karl-Heinz Karius

  8. Musst dich nur vom Neide reinigen, dann verzehnfachst du dein Glück, machst in jedem Augenblick fremde Freuden zu den deinigen

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  9. Wer sich selber lobt, findet schnell seine Spötter.

    Publius Syrus

  10. Die Bosheit und Missgunst kann sich den Anschein von Freiheit geben.

    Tacitus

  11. Zwietracht und Streit sind das Werk anmaßender Begierden und Leidenschaften.

    Johann Georg Adam Forster

  12. Neid zu fühlen ist menschlich, Schadenfreude zu genießen teuflisch

    Arthur Schopenhauer

  13. Die Ehrgeizigen haben mehr Neigung zum Neid als die, welche vom Ehrgeiz frei sind.

    Aristoteles

  14. Du willst bei Fachgenossen gelten? Das ist verlorne Liebesmüh, Was Dir missglückt, verzeihen sie selten; Was Dir gelingt, verzeihen sie nie!

    Oscar Blumenthal

  15. Neun Frauen von zehn sind eifersüchtig.

  16. Es gehört Mut zu dem Bekenntnis, glücklich zu sein, die meisten sind nur aus Furcht bescheiden. Der alte Aberglaube an den Neid der Götter macht viele zu Heuchlern und Verleugnern ihres Frohsinns.

    Carl Ludwig Schleich

  17. "Freund in der Not" will nicht viel heißen; hilfreich möchte sich mancher erweisen. Aber die neidlos ein Glück dir gönnen, sie darfst du wahrlich "Freunde" nennen.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  18. Nur zwei große Strömungen gibt es in der Geschichte: die Niedertracht, die die Konservativen macht, und den Neid, der die Revolutionäre macht.

    Jules de Goncourt

  19. Wer tugendhaft lebt, wird geehrt, aber er wird nicht beneidet.

  20. Kleine Menschen mögen auf ihre Genossen neidisch sein; wahrhaft große Männer suchen einander auf und lieben sich.

    Samuel Smiles