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Sprüche über Vernunft

273 Sprüche — Seite 6

Was ordnet, abwägt und vor übereilten Entscheidungen schützt, wird mit der Vernunft verbunden. Sie gibt dem Denken Form, prüft Möglichkeiten und bewahrt davor, bloß dem ersten Impuls zu folgen. Darum gehört dieses Thema zu den tragenden Kräften eines verantwortlichen und klaren Lebens.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich dort, wo Gefühl und Einsicht nicht gegeneinander ausgespielt, sondern ins rechte Verhältnis gebracht werden. Vernunft ist nicht Kälte, sondern die Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen und ihm besonnen zu entsprechen.

  1. Geduld ist zweierlei: ruhige Ertragung des Mangels, ruhige Ertragung des Übermaßes.

    Novalis

  2. Oft sind unvernünftige Gründe, die helfen, besser als vernünftige, die nicht helfen.

    Matthias Claudius

  3. Wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  4. Gesunde sind leichtfertig, Kranke sind unvernünftig, Genesene sind weise.

    Alexander Roda Roda

  5. Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.

    Sigmund Freud

  6. Tugend ist zu Energie gewordene Vernunft.

    Friedrich von Schlegel

  7. Wer aus Gründen handelt, handelt noch lange nicht vernünftig; denn Gründe sind oft unvernünftig.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  8. Mit vernünftiger Überlegung kommt man seinen Feinden gegenüber weiter als mit unverständigen Gewaltstreichen.

    Thukydides

  9. Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis.

  10. Vernunft verhält sich zum Verstande wie ein Kochbuch zu einer Pastete

    Ludwig Börne

  11. Der Glaube ist nur für manche unter uns zwingend, die Vernunft aber für alle.

    Henri Poincaré

  12. Die Vernunft erzählt Geschichte, aber die Leidenschaften drängen zur Tat

    Antoine de Rivarol

  13. Die Ehe wird nicht glücklich durch Liebe - oft das Gegenteil - sondern durch Vernunft.

    Jean Paul

  14. Vernunft braucht manchmal eine Pause.

    Else Pannek

  15. Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen

    Blaise Pascal

  16. Bedenkt, dass Fanatiker gefährlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen, einen Schurken wohl.

    Voltaire

  17. Die meisten Menschen haben überhaupt gar keine Meinung, viel weniger eine eigene, viel weniger eine geprüfte, viel weniger vernünftige Grundsätze.

    Johann Gottfried Seume

  18. Dem Sparsamen fällt es leichter, sich ans Verschwenden zu gewöhnen, als dem Verschwender, sich zum Sparen aufzuraffen.

  19. Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  20. Wenn die Lieb' ist eifersüchtig, so bekommt sie hundert Augen, doch es sind nicht zwei darunter, die geradeaus zu sehen taugen.

    Wilhelm Müller