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Sprüche über Wissen

730 Sprüche — Seite 32

Seit jeher sucht der Mensch nach Wissen, um die Welt zu verstehen und sich in ihr sicherer zu bewegen. Doch mit jeder Antwort wachsen auch neue Fragen, sodass Erkenntnis nie bloßer Besitz, sondern ein fortwährender Prozess bleibt. Eben darin liegt die Größe dieses Themas, das Neugier und Bescheidenheit zugleich verlangt.

Sein Wert zeigt sich nicht allein in Fakten, sondern in Urteilskraft, Unterscheidung und der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass echtes Wissen ohne Offenheit nicht gedeiht und dass Weisheit oft dort beginnt, wo man die eigenen Grenzen mitdenkt.

  1. Ein Ochse vom Berg frißt nur das Gras vom Berg

  2. Der Geist verbraucht sich wie alle Dinge; die Kenntnisse sind seine Kost; sie nähren und verzehren ihn.

    Jean de la Bruyère

  3. Wer aus den Büchern nicht mehr lernt, als was in den Büchern steht, der hat die Bücher nicht halb benutzt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  4. Ein anspruchsvolles Buch will im Zusammenhang gelesen werden.

    Friedrich Rückert

  5. Bücher sind immer noch die wohlfeilsten Lehr- und Freudenmeister und der wahre Beistand hienieden für Millionen besserer Menschen.

    Karl Julius Weber

  6. Was Prügel sind, weiß jeder; was Liebe ist, hat noch niemand herausgefunden.

    Christian Johann Heinrich Heine

  7. Zwischen Wissen und Schaffen liegt eine ungeheure Kluft, über die sich oft erst nach harten Kämpfen eine vermittelnde Brücke aufbaut

    Robert Schumann

  8. Umsonst fragst du die Schrift um Auskunft, frage lieber die Erfahrung.

    Bernhard von Clairvaux

  9. Das Wissen ist ein Schatz, aber dessen Ausübung ist der Schlüssel dazu.

    Thomas Fuller

  10. Politik ist die Wissenschaft, den Bürgern mit verhältnismäßig geringer Mühe möglichst viel Gutes zu bescheren.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  11. Die Vernunft ist die höchste Vereinigung des Bewußtseins und des Selbstbewußtseins oder des Wissens von einem Gegenstande und des Wissens von sich.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  12. Ein natürlicher Appetit läßt uns nicht nur nach dem Besitz von Wissen (scientia), sondern nach dem Besitz von Weisheit (sapientia) streben, nach Wissen also, das man schmecken kann (scientia sapida).

    Nikolaus von Kues

  13. Die einzige Grenze für unser Wissen bildet das Nichtwissen.

    Rudolf Virchow

  14. Ihrer wahren Wesensbestimmung nach ist die Wissenschaft das Studium der Schönheit der Welt.

    Simone Weil

  15. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  16. Das ist seltsam, dass Männer, die sich als Sachverständige ausgeben, einander widersprechen und von einerlei Sache nicht einerlei Begriff haben.

    Lukian

  17. Nicht Überladung mit totem Wissen, sondern Läuterung und Stärkung des sittlichen Gefühls ist der höchste Zweck der Erziehung.

    Lukian

  18. Ein Feind, über den man im Bilde ist, ist weniger gefährlich.

    John Steinbeck

  19. Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.

    Diogenes von Apollonia

  20. Nicht alle, die Bücher schreiben, haben Bücher gelesen

    Richard von Schaukal