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Sprüche über Wissen

730 Sprüche — Seite 18

Seit jeher sucht der Mensch nach Wissen, um die Welt zu verstehen und sich in ihr sicherer zu bewegen. Doch mit jeder Antwort wachsen auch neue Fragen, sodass Erkenntnis nie bloßer Besitz, sondern ein fortwährender Prozess bleibt. Eben darin liegt die Größe dieses Themas, das Neugier und Bescheidenheit zugleich verlangt.

Sein Wert zeigt sich nicht allein in Fakten, sondern in Urteilskraft, Unterscheidung und der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass echtes Wissen ohne Offenheit nicht gedeiht und dass Weisheit oft dort beginnt, wo man die eigenen Grenzen mitdenkt.

  1. Eh man noch ein Wörtchen spricht, weiß schon Gott, was uns gebricht.

  2. Man verirrt sich nie so leicht wie wenn man glaubt den Weg zu kennen.

  3. Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unwissenheit voraus.

    Charles-Louis de Montesquieu

  4. Das größte ist das Alphabet, denn alle Weisheit steckt darin. Aber nur der erkennt den Sinn, der’s recht zusammenzusetzen versteht.

    Franz Emanuel August Geibel

  5. Die Wissenschaft ist für jene, die lernen; die Dichtkunst für jene, die wissen.

    Joseph Roux

  6. Geläng es mir, des Weltalls Grund, somit auch meinen, auszusagen, so könnt´ ich auch zur selben Stund mich selbst auf meinen Armen tragen.

    Franz Grillparzer

  7. Die Quelle des Fortschritts in der Geschichte ist der einzelne Mensch.

    Paul de Lagarde

  8. Jedes Sehen will gelernt und geübt sein. Man sieht bloß, was man unterscheidet, und man unterscheidet nur, wofür man sich einmal interessierte und was man mit Namen zu nennen weiß.

    Carl Spitteler

  9. Bildung macht den Menschen zu einem guten Gesellschafter für sich selbst.

    Thomas Fuller

  10. Für sich selbst ist jeder unsterblich; er mag wissen, dass er sterben muss, aber er kann nie wissen, dass er tot ist

    Samuel Butler

  11. Nur ein genialer Reicher kann sich die Armut vorstellen.

    Charles Péguy

  12. Diskussionen haben lediglich einen Wert: dass einem gute Gedanken hinterher einfallen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  13. Es ist schlimm, wenn man merkt, dass man alt wird, aber es ist schlimmer, wenn man es nicht merkt.

  14. Wissen, wie man mit einer Enzyklopädie umzugehen hat, ist besser, als eine Enzyklopädie zu sein.

    Alfred Nobel

  15. Es ist zwischen Wissen und Tun ein himmelweiter Unterschied. Wer aus dem Wissen allein sein Handwerk macht, der hat wahrlich acht zu geben, dass er das Tun nicht verlerne.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  16. Wie mutig man ist, weiß man immer erst nachher

    Ludwig Marcuse

  17. Bis die Kuh keinen Schwanz mehr hat, weiß man nicht, wozu er gut war.

  18. Das Ziel muss man früher kennen als die Bahn.

    Jean Paul

  19. Man müsste Gott selber sein, um Erfolge und Misserfolge unterscheiden zu können.

    Anton Tschechow

  20. Die Körperkraft kann nicht zunehmen über eine gewisse Mittagshöhe des Lebens hinaus, die geistige aber unbeschränkt: das ist der wahre Trost des Alternden.

    Carl Hilty