291 Sprüche — Seite 12
Wer dankbar ist, sieht dieselbe Welt oft mit anderen Augen. Dankbarkeit verwandelt Selbstverständliches in etwas Kostbares und macht sichtbar, wie viel des Lebens Geschenk, Begegnung und unverdiente Gabe bleibt. Deshalb gehört dieses Thema zu den heilsamsten Formen innerer Sammlung.
Aus ihr wächst keine blinde Zufriedenheit, sondern ein wacher Blick für Wert und Verbundenheit. Dankbarkeit mildert Mangeldenken, vertieft Freude und verleiht selbst kleinen Erfahrungen jenes Gewicht, das im schnellen Alltag leicht verloren geht.
Der Dank ist für kleine Seelen eine drückende Last, für edle Herzen ein Bedürfnis.
— Georg Christoph Lichtenberg
Wenn ich das Wunder eines Sonnenuntergangs oder die Schönheit des Mondes bewundere, weitet sich meine Seele in der Ehrfurcht vor dem Schöpfer
— Mahatma Gandhi
Wer auch immer weiss, wie er die Güte, die er empfangen hat, zurückgeben kann, muss ein wertvoller Freund sein
Allzu viel ist ungesund
Freund, lerne zweierlei, so wirst du nicht verderben: zum ersten lerne was, um etwas zu erwerben, zum andern lerne das, was niemand dich kann lehren: Gern das, was du nicht kannst erwerben, zu entb …
— Friedrich Rückert
Goldmacher sind verrufen schier, wie wohl ein jeder weiß. Doch bleiben zwei, die längst erprobt: die Ehe und der Fleiß. Der Fleiß macht Gold. Nicht jeder trifft's. Man plagt sich früh und spat u …
— Franz Grillparzer
Ein Hund wird sich an drei Tage Freundlichkeit drei Jahre lang erinnern, eine Katze wird drei Jahre Freundlichkeit nach drei Tagen vergessen.
Dem Gesunden ist jeder Tag ein Fest.
Das Reifwerden eines Christen ist im Grunde ein Dankbarwerden.
— Friedrich von Bodelschwingh
Sei einfach und bescheiden, das ist die größte Zier. So kann dich jeder leiden, und das wünsche ich dir.
Im Dank ist mehr darin als der Dank an den Gebenden. Jeder Dank reicht über den Beschenkten, den Schenkenden und die Gabe hinaus.
— Max Picard
Wir lernten uns vor langem kennen. Zwar will ich es nicht Zufall nennen. Doch muss ich ehrlich eingestehn, die Zeit mit dir war schön.
Will das Glück nach seinem Sinn dir was gutes schenken, sage Dank und nimm es ihm ohne viel Bedenken.
— Wilhelm Busch
Herr! Schicke was du willst, ein Liebes oder Leides; ich bin vergnügt, dass beides aus deinen Händen quillt. Wolltest mit Freuden und wolltest mit Leiden mich überschütten! Doch in der Mitten …
— Eduard Mörike
Die zum Dank Begabten sind auch zur Freude begabt
Lieber wenig und gut, als viel und schlecht.
Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu oft lesen.
Ein echter Freund ist Goldes wert.
Man "hat" ist besser als man "hätte".
Mal gibt es Regen, und dann wieder Sonne, mal hast du Trauer, mal Freuden und Wonne. Mal geht es dir gut, mal fühlst du dich mies: Nimm's wie es kommt; akzeptiere dies!