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Sprüche über Freiheit

336 Sprüche — Seite 16

Nichts berührt die Würde des Menschen unmittelbarer als die Freiheit. Sie meint nicht bloß Wahlmöglichkeiten, sondern die Fähigkeit, nach eigener Einsicht zu leben, Grenzen zu hinterfragen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Darum gehört dieses Thema zu den stärksten politischen und persönlichen Idealen.

Ihre Tiefe zeigt sich darin, dass Freiheit ohne Maß und Mut schnell zur leeren Formel wird. Die Sprüche zu diesem Thema verbinden Unabhängigkeit mit Verantwortung und machen deutlich, warum echte Freiheit immer auch innere Befreiung verlangt.

  1. Nie und nirgendwo gab es Ordnung und Freiheit, und niemals hörte die Welt auf, nach beiden zu verlangen

    Alfred de Vigny

  2. Man soll frei sein, aber man soll gerecht und maßvoll sein.

    Alexandre Vinet

  3. Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  4. Nie war ich überzeugter als heute, dass nur die Freiheit und die Religion in einer gemeinsamen Bemühung die Menschen aus dem Sumpf herausziehen können, in den die Demokratie sie stößt, sobald eine die …

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  5. Die Freiheit eines jeden hat als logische Grenzen die Freiheit der anderen.

    Alphonse Karr

  6. Eine dünne Freiheit ist immer noch besser als fettes Sklaventum

    Thomas Fuller

  7. Aller Herrschaft Druck ist schwer; man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  8. Selbstständig wirken ist Leben; mechanisch tun müssen Tod

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  9. Aller Zwang hemmt und drückt die Natur, und sie kann ihre Schönheit nicht in vollem Reize zeigen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  10. Es ist nicht jeder Mensch geboren, frei zu sein, denn es gibt Personen, die vortrefflich sind, wenn sie dienen und gehorchen müssen und unbrauchbar, wie sie in freier Selbstbestimmung handeln sollen …

    Fanny Lewald

  11. Eine gute Partnerschaft ist der Ort, wo wir beides finden: so viel Geborgenheit, wie wir suchen, und so viel Freiheit, wie wir brauchen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  12. Loslassen: Etwas niederlegen können, ohne es als Niederlage betrachten zu müssen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  13. Die wenigsten Menschen genießen ein Leben, das nur aus Genuss besteht.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  14. Lasse dich leben wie du bist, ohne Kunststücke mit dir zu probieren, ohne dich zwingen zu wollen, Dinge zu lieben, die du nicht lieben kannst.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  15. Wenn die Gesellschaft nicht die freie Entwicklung der Frau akzeptiert dann muss die Gesellschaft umgestaltet werden

    Elizabeth Blackwell

  16. Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um so sein zu können, wie wir eigentlich sein sollten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  17. Freiheit der individuellen Überzeugungen und ein Leben diesen gemäss - ist das erste der Rechte und die erste der Pflichten eines Menschen.

    Malwida von Meysenbug

  18. Die wirkliche Freiheit besteht in der Vereinigung mit der Notwendigkeit. Die Aufgabe besteht darin, die richtige Notwendigkeit zu wählen

    Friedrich Wilhelm Josef Ritter von Schelling

  19. Es ist gut, sich aus den Verhältnissen herauszulösen, die einem die Luft nehmen

    Paula Modersohn-Becker

  20. Ich würde, wenn ich ganz mein eigener Herr wäre und ausserdem in einer anständigen und angenehmen Lage leben könnte, weit lieber gar nicht heiraten und auf andre Art der Welt zu nutzen suchen.

    Caroline Schlegel-Schelling, geb. Michaelis