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Sprüche über Freiheit

336 Sprüche — Seite 13

Nichts berührt die Würde des Menschen unmittelbarer als die Freiheit. Sie meint nicht bloß Wahlmöglichkeiten, sondern die Fähigkeit, nach eigener Einsicht zu leben, Grenzen zu hinterfragen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Darum gehört dieses Thema zu den stärksten politischen und persönlichen Idealen.

Ihre Tiefe zeigt sich darin, dass Freiheit ohne Maß und Mut schnell zur leeren Formel wird. Die Sprüche zu diesem Thema verbinden Unabhängigkeit mit Verantwortung und machen deutlich, warum echte Freiheit immer auch innere Befreiung verlangt.

  1. Ja! Ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist. Es ist ganz, was es ist, und darum ist es so schön. Der Zwang des Gesetzes und des Schicksals …

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  2. Die Geiß soll weiden, wo sie angebunden ist.

  3. Wer nach Geld heiratet, verliert seine Freiheit.

  4. Keine Henne fliegt über die Mauer.

  5. Eine Henne hat das Recht über neun Zäune.

  6. Wenn der Hirt nicht mehr Freiheit hätte als das Schaf, so müsste er auch Gras essen.

  7. Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.

    Johann Gottlieb Fichte

  8. Zügellosigkeit hat zur natürlichen Folge Erschlaffung, Missbrauch der Freiheit den Verlust derselben.

    Friedrich von Schlegel

  9. Wo sich Männer finden, die für Ehr' und Recht mutig sich verbinden, weilt ein frei Geschlecht.

    Max von Schenkendorf

  10. Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff der Freiheit gelangt? Es war ein großer Gedanke.

    Georg Christoph Lichtenberg

  11. Freiheit ist nicht ein Vorrecht, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die man erwerben muss.

    David Lloyd George

  12. Völlige Sicherheit, stets geheiligtes Eigentum eines jeden über seine Person und sein Vermögen, darin besteht die wahre soziale Freiheit.

    Antoine de Rivarol

  13. Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten

    Marcel Proust

  14. Das letzte Vergnügen im Leben ist das Bewußtsein, aus der Pflicht entlassen zu sein.

    William Hazlitt

  15. Der einzige Trost ist, dass Lügen vielen Menschen Brot geben und niemand gezwungen ist, sie zu glauben.

    Karl Julius Weber

  16. Freiheit kann man einem Menschen zwar lassen, aber nicht geben.

    Friedrich von Schiller

  17. Die Natur hat mir nicht gesagt: Sei nicht arm! Noch weniger: Sei reich! Aber sie ruft mir zu: Sei unabhängig!

    Nicolas Chamfort

  18. Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat

    Christian Johann Heinrich Heine

  19. Jeder will Freiheit haben, und niemand will sie geben.

    Oliver Cromwell

  20. Die Freiheit ist ein Gut, das alle anderen Güter zu genießen erlaubt.

    Charles-Louis de Montesquieu