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Sprüche über Gerechtigkeit

204 Sprüche — Seite 10

Kaum ein Begriff wird so oft beschworen und so schwer eingelöst wie die Gerechtigkeit. Sie betrifft Verteilung, Urteil, Anerkennung und die tiefe menschliche Erwartung, dass Maßstäbe nicht bloß nach Macht, sondern nach Recht und Würde gesetzt werden. Darum gehört dieses Thema zu den großen moralischen Fragen jeder Gemeinschaft.

Ihre Schwierigkeit liegt darin, dass Gerechtigkeit mehr verlangt als bloße Regelanwendung. Sie braucht Gewissen, Augenmaß und den ernsthaften Willen, dem Einzelnen und dem Ganzen zugleich gerecht zu werden.

  1. Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nicht Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.

    Ambrosius

  2. Der Gerechtigkeit kommt an sich kein Sinn zu, vielmehr ist sie nur ein im gegenseitigen Verkehr in beliebigen Erdgegenden getroffenes Übereinkommen zur Verhütung gegenseitiger Schädigung.

    Epikur

  3. Die Erfahrung hat gelehrt, dass die Gesamtstimme des Publikums beinahe immer gerecht sei.

    Karl Maria von Weber

  4. Kein Mensch kann einen anderen gerecht tadeln oder verdammen, denn kein Mensch kann einen anderen richtig kennen.

    Thomas Browne

  5. Vorurteil! Das Wort ist nicht übel, wollte nur das Urteil nachkommen.

    Peter Hille

  6. Kinder sind immer egoistisch und die Sache ist die und kommt dadurch wieder in Ordnung, dass ihnen die eigenen Kinder später auch eine tüchtige Nuss zu knacken geben.

    Theodor Fontane

  7. Gerechtigkeit ist die Versicherung, die auf unserem Leben und auf dem Vermögen ruht. Gehorsam ist die Prämie, die wir dafür bezahlen.

    William Penn

  8. Wenn du einen Menschen beurteilst, so beurteile ihn so, wie er war, als du ihn am meisten liebtest.

    Jens Peter Jacobsen

  9. Gerechtigkeit ist eine Maschine, die sich von selbst bewegt, sobald man sie einmal angestoßen hat.

    John Galsworthy

  10. Nicht darin besteht die objektive Gerechtigkeit, dass der Gute, sondern dass das Gute gedeihe, nicht darin, dass der Böse, sondern dass das Böse scheitere.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  11. Wer den ersten Gedanken der Gerechtigkeit hatte, war ein göttlicher Mensch, aber noch göttlicher wird der sein, der ihn wirklich ausführt.

    Johann Gottfried Seume

  12. Immer gewinnt man das rechte Maß zum Handeln, wenn man sich selbst in die Lage des anderen versetzt

  13. Wie mag man tugendhaft und gerecht leben? Wenn man selbst nicht tut, was man an andern tadelt!

    Thales von Milet

  14. Selbst einem gerechten Mandarin fällt es schwer, einen Familienstreit zu schlichten.

  15. Die Tugend ist bei einigen Furcht vor der Gerechtigkeit, bei vielen Schwäche, bei anderen Berechnung.

    Gerard de Nerval

  16. Die Menschenrechte haben kein Geschlecht.

    Hedwig Dohm

  17. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Gerechtigkeit. Selbsterkenntnis ist die erste Pflicht – gegen die anderen.

    Anton Wildgans

  18. Die Philosophie schweigt, wo die Gerechtigkeit den Verstand verliert

    Denis Diderot

  19. Wer im Leben keine Richter hat, dem zahlt der Tod seine Missetat.

    Georg Rollenhagen

  20. Die Gerechtigkeit hat den Vorrang vor der Wohltätigkeit.

    Herbert Spencer