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Sprüche über Irrtum

300 Sprüche — Seite 12

Was für wahr gehalten wird, erweist sich nicht selten später als trügerisch oder unvollständig. Ein Irrtum gehört deshalb zu den ernüchterndsten, aber auch lehrreichsten Erfahrungen des Denkens, weil er Selbstgewissheit erschüttert und den Blick schärfen kann. Darin liegt seine unbequeme, oft heilsame Kraft.

Nicht jeder Fehler ist bloß ein Makel, manche Irrtümer öffnen erst den Weg zu größerer Klarheit. Wer sie erkennt, gewinnt Bescheidenheit und Urteilskraft, weil Einsicht meist dort reift, wo falsche Sicherheiten aufgegeben werden müssen.

  1. Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.

    Nicolaus Machiavelli

  2. Es ist die gewöhnlichste und schädlichste Täuschung, dass man sich allzeit für den einzigen hält, der gewisse Dinge bemerkt.

    Jean Paul

  3. Es liegt im Wesen der Ordnung, dass dem freiwilligen Fehltritt die unvermeidliche Strafe folge

    Joseph Joubert

  4. Irrtum ist immer in Eile.

  5. Reife besteht darin, dass einer nicht mehr auf sich selbst hereinfällt

  6. Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.

    Paul Gauguin

  7. Schwindler machen immer viel Aufhebens und Lärm, und gewisse einfältige Leute halten das für Energie.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  8. Zu erkennen, dass man sich geirrt hat, ist ja nur das Eingeständnis, dass man heute schlauer ist als gestern

    Johann Kaspar Lavater

  9. Wenn sich die Mehrheit zur richtigen Ansicht bekehrt, dann sicherlich aus den falschen Gründen.

    Philip Chesterfield

  10. Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen eben so guten Dienst wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  11. Wenn dich jemand "vollkommen versteht", sei gewiss, dass dich niemand vollkommener missversteht.

    Christian Morgenstern

  12. Dadurch haben sich die Menschen die Ehe zur Hölle gemacht, dass sie sie zu ihrem Himmel machen wollten.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  13. Es ist nicht schlimm, wenn man missverstanden wird, schlimmer ist es, wenn man verstanden wird.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  14. Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.

    John Knittel

  15. Kein Mensch kann einen anderen gerecht tadeln oder verdammen, denn kein Mensch kann einen anderen richtig kennen.

    Thomas Browne

  16. Der menschlichen Kunst der Täuschung sind Grenzen gezogen.

    Sir Arthur Conan Doyle

  17. Die Natur besiegen zu können, ist ein intellektueller Trugschluss. Besiegen setzt bekämpfen und vernichten voraus.

    Else Pannek

  18. Beleidigungen sind die Gründe derjenigen, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  19. Es ist unklug, zu verteidigen, was man ohnehin aufgeben muss.

    Nicolaus Machiavelli

  20. Der irrende Glaube ist immer der tiefste.

    Jakob Bosshart