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Sprüche über Irrtum

300 Sprüche — Seite 7

Was für wahr gehalten wird, erweist sich nicht selten später als trügerisch oder unvollständig. Ein Irrtum gehört deshalb zu den ernüchterndsten, aber auch lehrreichsten Erfahrungen des Denkens, weil er Selbstgewissheit erschüttert und den Blick schärfen kann. Darin liegt seine unbequeme, oft heilsame Kraft.

Nicht jeder Fehler ist bloß ein Makel, manche Irrtümer öffnen erst den Weg zu größerer Klarheit. Wer sie erkennt, gewinnt Bescheidenheit und Urteilskraft, weil Einsicht meist dort reift, wo falsche Sicherheiten aufgegeben werden müssen.

  1. Besser zweimal fragen, als einmal fehl gehen.

  2. Für trügende Hoffnungen entschädigen oft trügende Erinnerungen.

    Peter Sirius

  3. Das Unglück ist eine stehengebliebene Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt. Prüfen wir uns nur, ob wir es nicht selbst gewesen, die vergessen hatten, sie aufzuziehen.

    Ludwig Habicht

  4. Die Hälfte aller Fehler entsteht dadurch, dass wir denken sollten, wo wir fühlen, und dass wir fühlen sollten, wo wir denken.

    John Churton Collins

  5. Der Irrtum ist recht gut, solange wir jung sind, man muß ihn nur nicht mit ins Alter schleppen

    Johann Wolfgang von Goethe

  6. Man verirrt sich nie so leicht wie wenn man glaubt den Weg zu kennen.

  7. Nichts ist seltener als wahre Güte. Zumeist wird sie mit Gutmütigkeit oder Gefälligkeit verwechselt

    François de la Rochefoucauld

  8. Der Natur zugefügte Verletzungen in Geldwert zu messen verleitet zur Denkweise Unwiederbringliches kaufen zu können.

    Else Pannek

  9. Wissenschaft: Es ist nicht ihr Ziel, der unendlichen Weisheit eine Tür zu öffnen, sondern eine Grenze zu setzen dem unendlichen Irrtum.

    Bertolt Brecht

  10. Man glaubt für gewöhnlich, es gebe keine Steigerungsform von tot. Diese gibt´s aber doch: ausgestorben

    Martin Kessel

  11. Man verzeiht jedem seine erste kolossale Dummheit, aber niemals die zweite, die erste verteidigen zu wollen.

    Daniel Spitzer

  12. Wenn man's versucht, so geht's. das heißt: Mitunter, doch nicht stets.

    Wilhelm Busch

  13. Keiner irrt nur für sich, sondern er ist auch Grund und Urheber vom Irren anderer.

    Seneca

  14. Man verirrt sich nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu wissen. Nichts missglückt so schnell, als wenn man keine Schwierigkeiten sieht.

  15. Ja, renn nur nach dem Glück, doch renne nicht zu sehr. Denn alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher. Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht anspruchslos genug, drum ist all sein Str …

    Bertolt Brecht

  16. Nicht die Erkenntnis gehört zum Wesen der Dinge, sondern der Irrtum.

    Friedrich Nietzsche

  17. Lustige Leute begehen mehr Torheiten als traurige. Aber traurige Menschen begehen größere

    Heinrich von Kleist

  18. Der Glaube, Lernen sei etwas, was aufhört, sobald man erwachsen ist, ist ein Irrglaube

  19. Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

    Konfuzius

  20. Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.

    François de la Rochefoucauld