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Sprüche über Ruhe

451 Sprüche — Seite 20

In einer lauten und beschleunigten Welt wirkt Ruhe fast wie ein verlorenes Gut. Sie ist weit mehr als Schweigen oder Stillstand, denn in ihr sammeln sich Klarheit, Selbstbeherrschung und die Möglichkeit, wieder bei sich selbst anzukommen. Deshalb gehört dieses Thema zu den stillen Voraussetzungen eines geordneten Lebens.

Wer sie findet, gewinnt nicht nur Entspannung, sondern oft auch einen klareren Blick auf das Wesentliche. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Ruhe mit Besinnung, Würde und innerer Stärke verbunden ist.

  1. Ließe der Dieb das Stehlen, der Hund ließe sein Bellen.

  2. Schlafende Hunde soll man nicht wecken.

  3. Lass den Storch in seinem Nest zufrieden.

  4. Ruhe ist nur durch Arbeit zu gewinnen.

  5. Ein Tor, der kein Wort sagt, unterscheidet sich nicht von einem Gelehrten, der still ist.

    Jean-Baptiste Molière

  6. Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz. Die Furcht vor Verlust läßt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.

    August Strindberg

  7. Irrtum erregt, Wahrheit beruhigt.

    Joseph Joubert

  8. Wo eine Frau am Ort, da ist die Ruhe fort.

  9. Die Dummheit des Mannes erkennt man an seinen Worten, die der Frau an ihrem Schweigen. Eine stumme Frau ist dumm, ein schweigsamer Mann kann für bedeutend gehalten werden.

    Sully Prudhomme

  10. In deiner Zelle erlangst du wieder, was du draußen häufig verlierst

    Thomas à Kempis

  11. In der kalten Ruhe liegt die größte Überlegenheit, liegt das beherrschende Element; sie ist aber nur wenigen Menschen eigen.

    Jeremias Gotthelf

  12. Ohne inner Ruhe wallt der Mensch auf wilden Wegen.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  13. Ruhig sein - dem Strom der Zeit die rechte Richtung geben.

  14. Das Warten lässt mich nicht verdrießen.

    Gottlieb Konrad Pfeffel

  15. Sei darauf bedacht, auch in harten Tagen deinen Gleichmut zu bewahren.

    Horaz

  16. Heiterkeit ist etwas anderes als Lustigkeit. Wahre Heiterkeit kann nur entstehen, wenn der Mensch sich für die nächste Zukunft in Ruhe und Sicherheit weiß.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  17. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist der des Tieres und der Pflanze: Das Tier entspricht mehr dem Charakter des Mannes, die Pflanze mehr dem der Frau, denn sie ist mehr ruhiges Entfalten.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  18. Schlimmer als sterben ist die schimpfliche Ruhe.

    Niccolò Tommaseo

  19. Es geht mit den Kindern des Geistes wie mit den irdischen: sie wachsen, während sie schlafen.

    Hans Christian Andersen

  20. Schweigen ist die Muttersprache der Weisen.

    Oliver Goldsmith