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Sprüche über Seele

627 Sprüche — Seite 4

Was den Menschen im Innersten bewegt, lässt sich nur selten vollständig benennen und wird doch seit jeher mit dem Bild der Seele umschrieben. In ihr sammeln sich Sehnsucht, Verletzlichkeit, Tiefe und jene stille Wahrheit, die jenseits äußerer Rollen liegt. Deshalb wirkt dieses Thema zugleich geheimnisvoll und unmittelbar vertraut.

Ihre Sprache ist leiser als die des Verstandes und oft beständiger als flüchtige Stimmung. Die Sprüche zu diesem Thema geben inneren Regungen Form und machen sichtbar, wie sehr Trost, Einsamkeit, Würde und Hoffnung zum seelischen Leben eines Menschen gehören.

  1. Jeder Glaube, der dem Geld oder der Macht dient, nimmt Schaden an seiner Seele.

    Stefan Zweig

  2. Fürchte nichts und niemanden. Das Teuerste in dir kann durch nichts und niemanden leiden.

    Leo Tolstoi

  3. Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  4. Still liegen und wenig denken ist das wohlfeilste Arzneimittel für alle Krankheiten der Seele und wird, bei gutem Willen, von Stunde zu Stunde seines Gebrauchs angenehmer

    Friedrich Nietzsche

  5. Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.

    Christian Morgenstern

  6. Tagträume erhalten das seelische Gleichgewicht.

  7. Freundschaft ist die Hochzeit der Seele

    Voltaire

  8. Gott nimmt nicht die Lasten, sondern stärkt die Schultern

    Franz Grillparzer

  9. Im Herzen eines jeden Menschen ist ein Schatz zu finden, wenn man gründlich nach ihm sucht

    Winston Churchill

  10. Auf den Geist muß man schauen. Denn was nützt ein schöner Körper, wenn in ihm nicht eine schöne Seele wohnt.

    Euripides

  11. Willst du über andere siegen, dann besiege dich erst selbst. Willst du andere beurteilen, dann beurteile dich erst selbst. Willst du andere erkennen, dann erkenne dich erst selbst

  12. Wir verlangen manchmal so sehr, Engel zu sein, dass wir darüber vergessen, gute Menschen zu sein

    Franz von Assisi

  13. Das ist ewig wahr: Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich.

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Sein Gewissen war rein - er benutzte es nie

    Dietrich Bonhoeffer

  15. Das Alter ist eine Maske, die uns das Leben aufzwingt. Darunter sind wir immer die gleichen.

  16. Wer liebt zweifelt an nichts - oder an allem

  17. Traue nicht dem Glanz der Sterne, Sterne blinken und vergehen. Traue nicht dem Duft der Rosen, Rosen blühen und verwehen. Traue aber einem Menschen, der es ehrlich mit dir meint, der im Glücke m …

  18. Wenn du anfängst, dich denen aufzuopfern, die du liebst, wirst du damit enden, die zu hassen, denen du dich aufgeopfert hast.

    George Bernard Shaw

  19. Durch das Weinen fließt die Traurigkeit aus der Seele heraus.

    Thomas von Aquin

  20. Tief im Menschen liegt das Vertrauen, dass etwas außer ihm sich seiner bewußt ist wie er selbst.

    Arthur Schopenhauer