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Sprüche über Seele

627 Sprüche — Seite 6

Was den Menschen im Innersten bewegt, lässt sich nur selten vollständig benennen und wird doch seit jeher mit dem Bild der Seele umschrieben. In ihr sammeln sich Sehnsucht, Verletzlichkeit, Tiefe und jene stille Wahrheit, die jenseits äußerer Rollen liegt. Deshalb wirkt dieses Thema zugleich geheimnisvoll und unmittelbar vertraut.

Ihre Sprache ist leiser als die des Verstandes und oft beständiger als flüchtige Stimmung. Die Sprüche zu diesem Thema geben inneren Regungen Form und machen sichtbar, wie sehr Trost, Einsamkeit, Würde und Hoffnung zum seelischen Leben eines Menschen gehören.

  1. Gut ist nicht, kein Unrecht zu tun, sondern es erst gar nicht zu wollen.

    Demokrit

  2. Der Frühling ist eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.

    Henry David Thoreau

  3. Der Wert der ganzen Welt ist mit dem Wert einer einzigen Seele nicht zu vergleichen.

    Johannes Chrysostomos

  4. Wer Tiere quält ist unbeseelt, weil Gottes guter Geist ihm fehlt

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Humor trägt die Seele über Abgründe hinweg.

    Anselm Feuerbach

  6. Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todess …

    Henry David Thoreau

  7. Die Seele liebt in allen Dingen das diskrete Maß. Deshalb soll sich der Mensch in allen Dingen selbst das rechte Maß auferlegen.

    Hildegard von Bingen

  8. Ein gutes, liebes Wort ist immer ein Lichtstrahl, der von Seele zu Seele geht.

    Hans Thoma

  9. Besser ist es, der Körper leidet, als die Seele.

    Menander

  10. Höchste Geistes- und Seelenbildung bekundet es, alles in seiner Muttersprache sagen zu können.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  11. All unsere sogenannten Erfolgreichen sind Leidende, Kranke mit verdorbenen Mägen, verdorbener Seele.

    John Steinbeck

  12. Eine schöne Menschenseele finden, ist Gewinn.

    Johann Gottfried Herder

  13. Seine Seele zeigt der Mensch nur in seinem Tun

    Reinhold Messner

  14. Pantha rei. Alles fließt.

    Heraklit von Ephesos

  15. Träume offenbaren unsere innere Wahrheit

    Else Pannek

  16. Zwischen Sinnenglück und Seelenfrieden bleibt dem Menschen nur die bange Wahl.

    Friedrich von Schiller

  17. Lesen weitet die Seele, und ein guter Freund tröstet sie

    Voltaire

  18. Seelenruhe bekommt man, wenn man aufhört zu hoffen.

  19. Wo die Zeit nie hinkam, wo hinein nie ein Bild leuchtete, in dem Innigsten und Höchsten der Seele schafft Gott seine Welt.

    Eckhart von Hochheim

  20. Wie man nicht wehren kann, dass einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, dass sie auf dem Kopf nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, dass sie in uns einwurze …

    Martin Luther