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Sprüche über Sprache

428 Sprüche — Seite 11

Kein anderes menschliches Werkzeug verbindet so unmittelbar Denken, Gefühl und Gemeinschaft wie die Sprache. Mit ihr wird getröstet, verletzt, erkannt, verschwiegen und erinnert, weshalb sie weit mehr ist als bloße Verständigung. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Kräften jeder Kultur und jeder Beziehung.

Ihre Schönheit zeigt sich nicht nur im treffenden Wort, sondern ebenso im bewussten Schweigen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie Sprache Welten eröffnet, Missverständnisse schafft und dem Unsichtbaren eine Form geben kann.

  1. Glaube und Wissen sind nicht streng zu trennen. Man glaubt an sein Wissen. Wissen ist sprachlich fixierter Glaube.

    Oswald Spengler

  2. Eine unklare Rede ist ein blinder Spiegel.

  3. Aus vielen Worten entspringt ebensoviel Gelegenheit zum Mißverständnis.

    William James

  4. Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.

    Rudyard Kipling

  5. Schweigen ist die zweckmäßigste Haltung für den, der sich seiner selbst nicht sicher ist.

    François de la Rochefoucauld

  6. Im längsten Frieden spricht der Mensch nicht so viel Unsinn und Unwahrheit als im kürzesten Krieg.

    Jean Paul

  7. Wenige Wort im Munde und wenig Speisen im Magen, das sind zwei Dinge, die niemals schaden.

  8. Ehrgeiz und Lust sprechen oft dieselbe Sprache.

    Antoine de Rivarol

  9. Denke wie ein Weiser, aber sprich die Sprache Deiner Mitmenschen.

    William Butler Yeats

  10. In der Liebe versteht man einander nur, wenn man nichts zueinander sagt

  11. Wer viel redet, glaubt am Ende, was er sagt.

    Honoré de Balzac

  12. Bedächtige Reden führen stets zum klügsten Ziel.

    Euripides

  13. Kleine Schritte sind mehr als große Sprüche.

    Willy Brandt

  14. Worte kann man nicht essen, sie sind Wind; und von Artigkeiten kann man nicht leben, sie sind höflicher Betrug,

    Baltasar Gracián y Morales

  15. Ein Intellektueller ist einer, der mehr Wörter benutzt, als er eigentlich braucht, um mehr zu sagen, als er eigentlich weiß

  16. Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat.

    Sigmund Freud

  17. Wie viele Trugschlüsse und Irrtümer gehen auf Kosten der Wörter und ihrer unsicheren oder mißverstandenen Bedeutung.

    John Locke

  18. Es ist ein großer Fehler, das Komplimente machen aufzugeben. Wenn der Mensch nichts Charmantes mehr sagt, hat er auch keine charmanten Gedanken mehr.

    Oscar Wilde

  19. Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.

    Friedrich von Schiller

  20. Die Sprache ist ein Gewölke, an dem jede Phantasie ein anderes Gebilde erblickt

    Jean Paul