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Sprüche über Sprache

428 Sprüche — Seite 15

Kein anderes menschliches Werkzeug verbindet so unmittelbar Denken, Gefühl und Gemeinschaft wie die Sprache. Mit ihr wird getröstet, verletzt, erkannt, verschwiegen und erinnert, weshalb sie weit mehr ist als bloße Verständigung. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Kräften jeder Kultur und jeder Beziehung.

Ihre Schönheit zeigt sich nicht nur im treffenden Wort, sondern ebenso im bewussten Schweigen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie Sprache Welten eröffnet, Missverständnisse schafft und dem Unsichtbaren eine Form geben kann.

  1. Ich bin nicht sehr krank, ich kann noch darüber reden.

    William Shakespeare

  2. Die Augen reden mächtiger als die Lippen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  3. Ein Wortspiel ist ein glühendes Lockeneisen in der Hand der Narrheit, womit sie die Gedanken krümmt.

    E.T.A. Hoffmann

  4. Die seit Kriegsende bei uns in alle Bereiche des Lebens eingedrungene Flut von Amerikanismen muss endlich wieder zurückgedrängt werden.

    Gustav Walter Heinemann

  5. Deine Worte sind meine Nahrung, dein Atem mein Wein. Du bedeutest mir alles.

    Sarah Bernhardt

  6. Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übrig geblieben ist

    Marie Curie

  7. Es gibt im Seelenleben des Menschen feine, liebliche Dinge, die so zart sind, dass sie zerstört werden, wenn man sie mit Worten berührt.

    August Pauly

  8. Der Gesang ist die in höchster Leidenschaft erregte Rede: die Musik ist die Sprache der Leidenschaft.

    Richard Wagner

  9. Man muß ehrlich und bescheiden sein, aber laut und deutlich sagen, dass man es ist.

    Jules Renard

  10. Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken

    Samuel Johnson

  11. Das Schweigen kann nichts verbergen, aber Worte können das.

    August Strindberg

  12. Ein guter Redner muss etwas vom Dichter haben, darf es also mit der Wahrheit nicht ganz mathematisch genau nehmen.

    Otto von Bismarck

  13. Gilt es zu hören, sei der Erste! Sei der Letzte, wenn es zu reden gilt.

  14. Ohne Mundarten wird der Sprachleib ein Sprachleichnam.

    Friedrich Ludwig Jahn

  15. Hektik und Lärm lassen die innere Stimme nicht zu Wort kommen.

    Else Pannek

  16. Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls.

    Filippo Pananti

  17. Man sagt nichts Wesentliches über den Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht.

    Antoine de Saint-Exupéry

  18. Das Ineinanderfließen in der Gottheit ist ein Sprechen sonder Wort und sonder Laut, ein Hören sonder Ohren, ein Sehen sonder Augen.

    Eckhart von Hochheim

  19. Wer aber fein zu scherzen versteht, den nennen wir gewandt und schlagfertig.

    Aristoteles

  20. Vor allen der Politikus gönnt sich der Rede Vollgenuß; und wenn er von was sagt, so sei's, ist man auch sicher, dass er's weiß.

    Wilhelm Busch