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Sprüche über Tränen

158 Sprüche — Seite 8

Was Worte nicht mehr tragen können, findet oft in Tränen seinen Ausdruck. Sie sind Zeichen von Schmerz, Erleichterung, Liebe, Ohnmacht oder stiller Rührung und gehören damit zu den unmittelbarsten Formen menschlicher Wahrhaftigkeit. Deshalb berührt dieses Thema Herz und Erinnerung auf besondere Weise.

In ihnen zeigt sich, dass das Innere nicht immer durch Begriffe gebändigt werden kann. Tränen machen Verletzlichkeit sichtbar und öffnen zugleich einen Raum, in dem Trost, Nähe und Entlastung überhaupt erst möglich werden.

  1. Tränen sind die vornehme Sprache des Auges.

  2. Tränen sind das Salz des Lebens, wenn es aber versalzen ist, bleibt ein unauslöschlicher Durst zurück.

    Friedrich Schleiermacher

  3. Bittere Tränen verwandelt die Liebe in Tränen der Wonne.

    Johann Kaspar Lavater

  4. Die Tränen sind für das Herz, was das Wasser für die Fische ist.

    Gustave Flaubert

  5. Ein Perlenkranz von Frauentränen, den Schmuck soll sich kein Mann ersehnen!

    Felix Dahn

  6. Tränen sind der Zoll für den Garten Gottes.

    Manfred Kyber

  7. Tränen haben etwas Heiliges. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kraft. Sie sprechen beredter als zehntausend Zungen. Sie sind die Verkünder bedrückendsten Kummers, tiefer Reue und unaussp …

    Washington Irving

  8. Tränen kann man trocknen, aber das Herz – niemals.

    Margarete von Valois

  9. Zeig' deine Tränen nicht; den Freund betrübest du vergebens nur, und ach, dein Feind – er lacht dazu.

    Friedrich Julius Hammer

  10. Die Tränen der Frauen sind nichts anderes als der Schweiß ihrer Augen.

    Juvenal

  11. Um verlorenes Geld und Gut werden die aufrichtigsten Tränen geweint.

    Juvenal

  12. Wenn die Träne ein Heilmittel des Leidens wäre und den Weinenden vom Leid befreite, dann würden wir gern Gold umtauschen gegen Tränen.

    Philemon

  13. Tränen sind der Augen edle Sprache.

    Robert Herrick

  14. Tränen der Dankbarkeit sind stumme Boten, die an die Himmelspforte der Vergeltung klopfen, und sie bleibt ihnen nicht verschlossen.

    Ludwig Bechstein

  15. Der Ausdruck wahrer Begeisterung, höchsten Entzückens eines liebenden Herzens, ist die Träne, die wie ein Lichtfunke aus flammendem Auge niederfällt.

    Heinrich Martin

  16. Unannehmlichkeiten von rohen Menschen sollte man abschütteln wie Schneeflocken. Höchstens darf eine leise auf uns vergehen und ein Tropfen Wasser werden, eine stille Träne.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  17. Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.

    Max Dauthendey

  18. Wir lieben die, die mit uns weinen

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer