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Sprüche über Tränen

158 Sprüche — Seite 6

Was Worte nicht mehr tragen können, findet oft in Tränen seinen Ausdruck. Sie sind Zeichen von Schmerz, Erleichterung, Liebe, Ohnmacht oder stiller Rührung und gehören damit zu den unmittelbarsten Formen menschlicher Wahrhaftigkeit. Deshalb berührt dieses Thema Herz und Erinnerung auf besondere Weise.

In ihnen zeigt sich, dass das Innere nicht immer durch Begriffe gebändigt werden kann. Tränen machen Verletzlichkeit sichtbar und öffnen zugleich einen Raum, in dem Trost, Nähe und Entlastung überhaupt erst möglich werden.

  1. Was einer ist, was einer war, beim Scheiden wird es offenbar. Wir hören's nicht, wenn Gottes Weise summt, wir schaudern erst, wenn sie verstummt

    Hans Carossa

  2. Wenn man seit seiner Kindheit nicht mehr weinen konnte, können die neugewonnenen Tränen Tau und fruchtbarer Regen für die vom Austrocknen bedrohte Seele sein.

  3. Gefühllosigkeit der Trauer vorziehen, bedeutet aktive Gesundheitshemmung zu betreiben.

  4. Einer nach dem anderen geht heim. Unfruchtbare Tränen weinen wir ihnen nach, bis auch wir abgehn.

    Christian Johann Heinrich Heine

  5. Gar mancher schleicht betrübt umher; sein Knopfloch ist so öd und leer.

    Wilhelm Busch

  6. Die Tränen lassen nichts gelingen. Wer schaffen will, muss fröhlich sein.

    Theodor Fontane

  7. Solange sie Tränen hat, bekommt die Frau ihren Willen.

  8. Man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode.

    Blaise Pascal

  9. Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.

  10. Tränen sind wie Perlen. Man weiß nie, ob sie echt sind.

  11. Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.

  12. Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst

    Christian Johann Heinrich Heine

  13. Und die Sonne trug Trauer, vom Himmel fielen Tränen, der Wind schwieg und die Tiere verstummten, denn es war ein Engel, der in Liebe starb.

  14. Natürliche Trauer verlangt nach außen geweinte Tränen.

  15. Die Tränen einer Witwe werden vom ersten Wind getrocknet

  16. Frauentränen kosten nichts und bringen viel ein.

  17. Man möchte weinen, wenn man sieht, dass dies das Ende von dem Lied.

    Wilhelm Busch

  18. Ein Mann muss scheiden, eh ins Aug ihm die Tränen treten.

    Christian Friedrich Hebbel

  19. Von dir, oh Liebe, nehm ich an den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, nur einen deiner Freuden! So wird dein Kelch, oh Liebe, mir wie Feuerbecher glänzen; Auch unter Tränen …

    Johann Georg Jacobi

  20. Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht

    Franz Grillparzer