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Sprüche über Trost

304 Sprüche — Seite 12

Wenn Schmerz nicht weggenommen werden kann, wird Trost zu einer stillen Form von Begleitung. Er besteht nicht in schnellen Lösungen, sondern in Gegenwart, Verstehen und der Kraft, dem Leid einen menschlichen Raum zu geben. Deshalb gehört dieses Thema zu den zartesten und zugleich wichtigsten Erfahrungen des Zusammenlebens.

Seine Wirkung liegt darin, dass Trost die Last nicht leugnet und doch erträglicher machen kann. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Zuspruch, Nähe und leiser Hoffnung und zeigen, wie viel Heilung in einem behutsamen Wort liegen kann.

  1. Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Wenn in der Nacht die Rosen weinen und unser Herz vor Kummer bricht möchten wir Dir noch einmal erscheinen und Dir sagen "Wir lieben Dich"

  3. Des Lebens Meereswellen, sie brausen und sie schwellen und schwemmen mit der Zeit hinweg das größte Leid.

  4. Die Bildung ist in glücklichen Zeiten eine Zierde, im Unglück eine Zuflucht.

    Aristoteles

  5. Bedenke, über alles Leid, das die Tage bringen, zieht mit raschen Schwingen tröstend hin die Zeit.

  6. Indem man sich beklagt, tröstet man sich.

    Alfred de Musset

  7. Nicht jede Wolke erzeugt ein Gewitter.

    William Shakespeare

  8. Nur in der Tiefe der Seele, mit Hilfe jener Kraft die stärker ist als alle Vernünftigkeit, kann Trost und Ruhe gefunden werden.

    Wilhelm Busch

  9. Als ich meinen Schmerz auf dem Feld der Geduld aussäte, erwuchs aus ihm die Frucht des Glücks.

    Khalil Gibran

  10. Wenn Ärger, Not und Kummer und Sorgen dich bedrängen: Kopf hoch! Nur Fledermäuse lassen sich hängen.

  11. Die Pflichterfüllung in schwerer Zeit ist das Herrlichste des Menschenloses.

    Paul Keller

  12. Aus dem Lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie ruht in Frieden, doch sie starb und noch zu früh.

  13. Man lindert oft sein Leid, indem man es erzählt.

    Pierre Corneille

  14. Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.

  15. Holde Freundin Phantasie, bleibst du mir zugegen, fehlt ein tröstlich Licht mir nie auch auf dunklen Wegen.

    Karl Friedrich von Gerok

  16. Es ist leichter, anderen mit Weisheiten zu dienen, als sich selbst.

    François de la Rochefoucauld

  17. In jedem starken menschlichen Gefühl ist sein Gegenteil enthalten. Im Ausbruch der Verzweiflung verkündet sich der Trost, im Jubel lauert die Verzweiflung.

    Walter Rathenau

  18. Siehe, die Trauer, sie ist des Trauernden einziger Trost.

    Rupert Johann Hammerling

  19. Das deutsche Volk ist frei, bleibt frei und regiert in alle Zukunft sich selbst. Das ist der einzige Trost, der dem deutschen Volke geblieben ist.

    Friedrich Ebert

  20. Die Toten sind nicht tot, sie gehen mit, unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt.

    Gorch Fock